Hunderttausende Palästinenser protestieren
Dutzende Verletzte bei Demonstrationen zum "Tag der Katastrophe"

Bei Zusammenstößen demonstrierender Palästinenser mit der israelischen Armee aus Anlass des so genannten Nakba-Tages sind am Dienstag allein im Gazastreifen mehr als 40 Menschen zum Teil schwer verletzt worden.

dpa RAMALLAH/GAZA. In der Stadt Gaza töteten israelische Soldaten einen Leibwächter des Gründers der radikal- islamischen Hamas-Organisation Scheich Achmed Jassin mit einer Panzergranate. Am "Nakba-Tag", dem "Tag der Katastrophe", gedenken die Palästinenser alljährlich ihrer Flucht und Vertreibung aus Palästina. Begangen wird er von den Palästinensern symbolisch am Tag der israelischen Unabhängigkeitserklärung (15. Mai 1948).

Hunderttausende Palästinenser waren in den Städten im Westjordanland und im Gazastreifen schon am Morgen auf den Straßen, um gegen die israelische Besatzung zu protestieren. Die israelischen Streitkräfte in den Palästinensergebieten und die Polizei in Israel waren in höchster Alarmbereitschaft, da aus Anlass des "Nakba-Tages" mit Terroranschlägen gerechnet wurde. Pünktlich um 11.00 Uhr MESZ heulten in den Städten die Sirenen und die Menschen standen drei Minuten still im Gedenken an den palästinensischen Widerstand gegen Israel in den vergangenen 53 Jahren.

Palästinenserpräsident Jassir Arafat sagte in einer Ansprache: "Gewalt wird die Palästinenser nie zum Aufgeben zwingen. Wir werden auf dem Weg zum Frieden weitergehen, bis wir unsere Freiheit erhalten." Alles, was die Palästinenser von Israel verlangten, sei ein Ende der Besatzung und eine Rückkehr in ihre Heimat.

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