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Hundt begrüßt Scharpings Sozialhilfe-Vorschlag

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat den Vorschlag des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Rudolf Scharping (SPD) begrüßt, jungen Arbeitsverweigerern "jede öffentliche Unterstützung" zu streichen.

dpa BERLIN. Der Vorstoß des Verteidigungsministers könne dazu beitragen, dass sich auf dem Arbeitsmarkt die notwendige Philosophie "Fördern und Fordern" durchsetze, sagte Hundt am Montag im Deutschlandfunk. Er sei unterstützenswert und auch zu rechtfertigen. "Ich meine, dass es in hohem Maße unsolidarisch ist, wenn Arbeitslose Arbeitsplätze nicht annehmen und damit der Gesamtbevölkerung oder der arbeitenden Bevölkerung zur Last fallen."

Zuvor hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mit Empörung auf die Pläne reagiert. Ursula Engelen-Kefer, stellvertretende Vorsitzende des DGB, sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich der Staat aus seiner Verpflichtung herausstehlen kann, den Menschen ein Existenzminimum zum Überleben zu ermöglichen." Nach Scharpings Willen sollen Arbeitslose unter 25 Jahren künftig auch öffentliche geforderte Arbeiten wie kommunaler Umweltschutz, Alten- oder Krankenpflege annehmen müssen.

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