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Hurrikan „Ivan“: Jetzt zittern die USA

Mit Windgeschwindigkeiten von 260 Kilometern pro Stunde und meterhohen Wellen hat der Hurrikan „Ivan“ den Westen Kubas heimgesucht und bedroht jetzt die Küste der USA. Der Wirbelsturm entwurzelte auf Kuba zahllose Bäume, warf Strommasten um, unterbrach Straßen und Wege.

dpa MIAMI. Mit Windgeschwindigkeiten von 260 Kilometern pro Stunde und meterhohen Wellen hat der Hurrikan "Ivan" den Westen Kubas heimgesucht und bedroht jetzt die Küste der USA. Der Wirbelsturm entwurzelte auf Kuba zahllose Bäume, warf Strommasten um, unterbrach Straßen und Wege.

Er setzte viele Häuser unter Wasser. Wie die amtliche kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina meldete, wurde aber auf der Karibikinsel niemand getötet oder verletzt. Am Dienstag nahm "Ivan", der bisher mehr als 60 Menschen das Leben kostete, Kurs auf die US-Küste des Golfs von Mexiko. Für einen etwa 750 Kilometer breiten Küstenabschnitt zwischen Louisiana und dem Nordwesten des Bundesstaates Florida wurde eine Hurrikan-Vorwarnung gegeben. Nach den Prognosen würde "Ivan" am frühen Donnerstagmorgen auf die Küste des US-Bundesstaates Alabama treffen.

Nach Angaben des US-Hurrikanzentrum in Miami (Florida) lag das Zentrum des Wirbelsturms am Dienstag 180 Kilometer nordwestlich der Westspitze Kubas. Von dort zog er mit 15 Kilometern pro Stunde langsam nordwestwärts. Die Windgeschwindigkeiten erreichten noch 250 Kilometer pro Stunde, womit "Ivan" auf der vierten von fünf Stufe der Saffir-Simpson-Skala rangierte. Die Meteorologen erwarteten nur eine leichte weitere Abschwächung.

Am Montag hatte sich "Ivan" auch dem mexikanischen Karibikbadeort Cancún bis auf etwa 170 Kilometer angenähert. Dort durften die Touristen ihre Hotels nicht mehr verlassen, und der Kreuzfahrtverkehr wurde an der ganzen Küste eingestellt. Laut Fernsehberichten richtete "Ivan" aber nur leichte Sachschäden an Bootsanlegern und Strandmobiliar an. Die Hurrikan-Warnung für die mexikanische Küste sollte aufgehoben werden.

"Ivan" war Anfang voriger Woche in die Karibik eingefallen. Am schwersten getroffen wurde bisher die Insel Grenada, wo mindestens 35 Menschen getötet und 90 % aller Häuser in der Hauptstadt St. George's zerstört oder beschädigt wurden. Auf Jamaika kamen zwischen Freitag und Samstag 17 Menschen ums Leben. Wie erst am Montag bekannt wurde, ertranken auch in Haiti drei Menschen in den Regenfluten. Unwettertote gab es außerdem in Venezuela, Kolumbien und in der Dominikanischen Republik. Auf den Cayman-Inseln entstand erheblicher Sachschaden.

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