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Hurrikan „Jeanne“ tötet sechs Menschen in Florida

Auf seinem zerstörerischen Weg durch Florida hat Hurrikan „Jeanne“ mindestens sechs Menschen den Tod gebracht und Schäden in Höhe von bis zu acht Mrd. Dollar (6,6 Mrd. Euro) verursacht.

dpa MIAMI/BUENOS AIRES. Auf seinem zerstörerischen Weg durch Florida hat Hurrikan "Jeanne" mindestens sechs Menschen den Tod gebracht und Schäden in Höhe von bis zu acht Mrd. Dollar (6,6 Mrd. Euro) verursacht.

Etwa 2,3 Mill. Haushalte waren am Montag noch ohne Stromversorgung. Auf Haiti wurden Hilfslieferungen für die Opfer des Tropensturms zunehmend von UN-Blauhelmen geschützt, weil sich Überfälle verzweifelter Menschen auf die Lastwagen mit Lebensmitteln häuften. Die Behörden auf Haiti befürchteten, die Zahl der Todesopfer könnte von bisher knapp 1 300 auf mehr als 2000 steigen.

Präsident George W. Bush erklärte Florida zum Katastrophengebiet - zum vierten Mal innerhalb von sechs Wochen, nachdem der "Sonnenscheinstaat" von vier Hurrikans in Folge getroffen worden war. Insgesamt könnten die Schäden durch die Wirbelstürme 25 Mrd. Dollar (etwa 20 Mrd. Euro) betragen, wie Versicherungsexperten sagten.

Die Serie der Hurrikans hat nach Angaben der US-Behörde für Katastrophenmanagement zur größten Hilfsaktion in der amerikanischen Geschichte geführt. 3 000 Nationalgardisten waren am Montag im Einsatz, um bei der Ausgabe von frischem Wasser und Eis zu helfen, an dem es in der Hitze Floridas besonders mangelt.

Auf Haiti erhielten die Hilfs-Konvois schon mehrere Kilometer vor der am schwersten betroffenen Stadt Gonaives militärischen Schutz für die Fahrt durch die Stadt bis zu den Verteilungszentren, berichteten nationale Medien am Montag. Auch dort kam es immer wieder zu Prügeleien zwischen den Opfern, wenn Helfer Säcke mit Hilfsgütern einfach vom Lastwagen in die Menge warfen.

Bei dem Durchzug des Tropensturms "Jeanne" am Wochenende vor einer Woche waren nach Angaben der Nachrichtenagentur Haiti Press Network mindestens 1 286 Menschen ums Leben gekommen, 1 129 galten als vermisst. Die Behörden befürchten, dass es mehr als 2000 Todesopfer geben könnte.

Die UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) kündigte Hilfen für die Region an. Die Organisation habe Unterstützung in Höhe von 326 000 Euro für die am stärksten betroffenen Länder Haiti, Jamaika sowie für die Dominikanische Republik, Kuba und Nicaragua gebilligt. Ziel sei es, etwa durch die Lieferung von Saatgut und landwirtschaftlichem Gerät die Lebensmittelproduktion wieder anzukurbeln, teilte die FAO am Montag in Rom mit.

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