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Hurrikans kosten Münchener Rück 500 Millionen Euro - Prognose bestätigt

Die Hurrikans und Taifune in den vergangenen Wochen kommen die weltweite Rückversicherungsbranche teuer zu stehen. "Das war eine markante und außergewöhnliche Serie von schweren Ereignissen", sagte ein Münchener-Rück-Sprecher am Freitag in München. Der weltgrößte Rückversicherer stelle sich derzeit auf Belastungen von insgesamt etwa 500 Mill. Euro ein. Auf eine ähnliche Größenordnung addieren sich die Belastungen beim Schweizer Konkurrenten Swiss Re , der weltweiten Nummer zwei im Rückversicherungsgeschäft.

dpa-afx MÜNCHEN. Die Hurrikans und Taifune in den vergangenen Wochen kommen die weltweite Rückversicherungsbranche teuer zu stehen. "Das war eine markante und außergewöhnliche Serie von schweren Ereignissen", sagte ein Münchener-Rück-Sprecher am Freitag in München. Der weltgrößte Rückversicherer stelle sich derzeit auf Belastungen von insgesamt etwa 500 Mill. Euro ein. Auf eine ähnliche Größenordnung addieren sich die Belastungen beim Schweizer Konkurrenten Swiss Re , der weltweiten Nummer zwei im Rückversicherungsgeschäft.

Die Münchener Rück hält trotz der Belastungen durch die Hurrikans "Charley", "Frances" und "Ivan", den Taifun "Songda" und anderen Stürmen an ihrem Ziel fest, in diesem Jahr einen Rekordgewinn von zwei Mrd. Euro zu erzielen. "Es ist aber deutlich schwerer geworden, dieses Ziel zu erreichen", sagte der Sprecher. Die Aktie der Münchener Rück verlor am Freitag in der Spitze bis zu zwei Prozent, konnte die Verluste nach der Bekanntgabe der ersten Schadensschätzung sowie der bestätigten Prognose jedoch etwas eindämmen. Das Papier der Swiss Re verlor rund drei Prozent an Wert.

Swiss RE Schätzt Schäden AUF Rund 590 MIO Dollar

Die Swiss Re schätzte am Freitag ihre Belastung vor Steuern durch "Ivan" und "Songda" auf etwa 300 Mill. Dollar (244 Mill. Euro). Hinzu kämen Belastungen von etwa 290 Mill. Dollar durch die Hurrikans "Charley" und "Frances". Diese vorläufigen Schadensannahmen seien jedoch mit Unsicherheiten behaftet. Swiss Re erwäge, einen Teil ihrer Schadenschwankungsrückstellungen zu verwenden, um die finanziellen Auswirkungen dieser Ereignisse teilweise abzufedern, hieß es.

Die Rückversicherer rechnen damit, dass sich angesichts der Serie schwerer Stürme künftig Preiserhöhungen durchsetzen lassen. Die Swiss Re erklärte, man erwarte einen positiven Einfluss auf die Erneuerung der Rückversicherungssätze. Ähnlich hatte sich auch schon Münchener-Rück-Chef Nikolaus von Bomhard geäußert.

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