Hutchison-Whampoa zeigt Interesse
Neuer Partner für Mobilcom in Sicht

Nach der offenen Kampfansage von France Télécom an den Telefonkonzern Mobilcom ist offenbar ein neuer möglicher Partner für Mobilcom-Chef Gerhard Schmid in Sicht. Der Mischkonzern Hutchison-Whampoa aus Hongkong erwägt nach Informationen der "Berliner Zeitung" den Einstieg in den deutschen Markt, der im Umfeld des Unternehmens als "sehr interessant" bezeichnet würde.

WiWo/ap BÜDELSDORF. Mobilcom-Sprecher Wilhelm Fuchs bezeichnete den Bericht als Spekulation und betonte: "Wir möchten mit France Télécom auch in Zukunft zusammenarbeiten." Es habe jetzt keinen Sinn, "andere Partner ins Spiel zu bringen."

Sollten die Franzosen, die die Zusammenarbeit mit Mobilcom aufgekündigt hatten, tatsächlich ihren 28,5 Prozent-Anteil an Mobilcom aufgeben, wäre der Büdelsdorfer Konzern auf einen neuen Partner angewiesen, der Milliarden in das angeschlagene Unternehmen pumpen könnte. Hutchison war bereits bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen im August 2000 als Partner von E-Plus aufgetreten, hatte sich jedoch später wieder aus dem Konsortium zurückgezogen.

Schmid schließt Insolvenz aus

Unterdessen schloss Schmid in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt" die Insolvenz seines Unternehmens aus. Seiner Meinung nach wollten die Franzosen nur ein Zeichen setzen: "Wenn eine Insolvenz eine echte Alternative für France Télécom gewesen wäre, dann hätten sie es schon lange gemacht." Er sehe hinter der Vertragskündigung lediglich eine Methode, um die Verhandlungen mit ihm und den Banken zu beschleunigen.

Schmid vermutete zudem, dass der Aktienkurs von Mobilcom gezielt gedrückt wurde: "Da wurde der Insolvenzteufel an die Wand gemalt und das Management beschimpft." Der jetzige Kurs könne kein Maßstab für ein Übernahmeangebot sein. Schmid ist seit Wochen bereit, für 22 Euro pro Aktie seinen Anteil an Mobilcom zu verkaufen, was die Franzosen aber nicht akzeptiert haben.

Der französische Telekommunikationsriese hatte die Aufkündigung der Zusammenarbeit am Dienstag damit begründet, dass Mobilcom und deren Firmenchef Schmid gegen Vereinbarungen zwischen den beiden Unternehmen verstoßen hätten. Mobilcom erklärte dagegen: "Die Mobilcom AG sieht keine rechtliche und tatsächliche Basis" zu der Beendigung des Kooperationsvertrages.

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