HVB hat 1,1 Mrd. Euro geboten
Neue Bieter-Allianz für Kirchs Springer-Paket

Die Dresdner Bank und die Hypo-Vereinsbank (HVB) wollen bei der Rettung der Münchener Kirch-Gruppe offenbar zusammenarbeiten.

hps/rob FRANKFURT. So will sich die dem Münchener Allianz-Konzern gehörende Dresdner am Erwerb des 40-prozentigen Aktienpaketes beteiligen, das Kirch am Axel-Springer-Verlag hält, heißt es in Bankenkreisen. Beide Banken wollten sich zu gleichen Teilen beteiligen. Die hoch verschuldete Kirch-Gruppe bekäme durch den Verkauf an die Banken Luft. Zugleich verhinderten die HVB und Dresdner ein Bieterduell um die Springer-Anteile. Die HVB hat 1,1 Mrd. Euro für das Aktienpaket von Leo Kirch angeboten.

Über das Angebot verhandeln Dresdner-Vorstandschef Bernd Fahrholz und HVB-Chef Albrecht Schmidt miteinander. Auch die Kirch-Gruppe und der Axel-Springer-Verlag sind eingebunden. Nach Brancheninformationen findet heute ein Treffen in der Kirch-Konzernzentrale statt. Unterdessen hat der australische Medienunternehmer Rupert Murdoch erklärt, er werde sich endgültig aus Kirchs defizitärem Bezahlfernsehen Premiere zurückziehen. Damit droht Kirch spätestens im Herbst eine weitere Zahlungsverpflichtung von 1,7 Mrd. Euro.

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