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HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik an der TU München öffnet seine Pforten

An der Fakultät für Mathematik der TU München (TUM) in Garching wurde am 25.10.2003 das ...

An der Fakultät für Mathematik der TU München (TUM) in Garching wurde am 25.10.2003 das HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik eingeweiht werden. Unterstützt wird die Forschungseinrichtung von der HypoVereinsbank, die über einen Zeitraum von zehn Jahren rund 5 Mio. €zur Verfügung stellt. Dr. Michael Kemmer, Vorstandsmitglied und Chief Risk Officer der HVB Group, ist der Ansicht, die Finanzierung dieses Instituts sei für die HVB eine zukunftsweisende Entscheidung. Die Entwicklung von immer komplexeren Finanzprodukten gerade im Bereich des Asset Management werfe schwierige finanzmathematische Fragen auf, deren Klärung für die HVB als Bank von großer Bedeutung sei. Dazu biete sich eine enge Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft an.
Zentrales Anliegen des Instituts ist es deshalb, die anspruchsvolle theoretische Ausbildung mit den Problemen der Wirtschaftsrealität zu verbinden. Nach Auffassung von Professor Wolfgang A. Hermann, Präsident der Technischen Universität München zur Gründung, ist mit der Finanz- und Wirtschaftsmathematik am Banken- und Versicherungsplatz München ein Gebiet eröffnet worden, das aus der Verschränkung von Wissenschaft und Praxis lebt. Der attraktive gleichnamige Studiengang zähle zu den besonders nachgefragten Studienangeboten der TUM. Der Vertrag mit der HypoVereinsbank habe dazu beigetragen, dass nach der Berufung von Frau Professor Claudia Klüppelberg (1997) das neue Institut aufgebaut und sofort in einen arbeitsfähigen Zustand gesetzt werden konnte. Nach Aussage des Leiters des HVB-Instituts für Finanzmathematik, Prof. Rudi Zagst, leistet die HVB mit ihrer Stiftung einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der innovativen finanzmathematischen Ausbildung an der TU München.
Während der Ausbildung der jährlich rund 70 Studenten wird an dem finanzmathematischen Institut besonders Wert auf die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis gelegt. So wird gerade ein spezieller Computerraum eingerichtet, der als "Risk Factory und virtueller Handelsraum" dient. Dort wird den Studenten ermöglicht, mit verschiedenen Softwareprogrammen die Praxis von Finanzmärkten und Finanzrisiken besser kennen zu lernen. Mit Hilfe einer in Zentraleuropa erstmals eingesetzten Software ist die Bewertung und das Risikomanagement auch sehr komplexer Finanzprodukte und Wertpapierportfolios möglich. Zudem besteht eine Zugriffsmöglichkeit auf aktuelle Börsenkurse und historische Datenbanken, die Informationen über 30 Aktien- und Futuresbörsen enthalten. Demnächst sollen die Studenten auch diverse Handels- und Risikosimulationen in Echtzeit durchspielen können. Durch interaktives Handeln in verschiedenen Marktszenarien wird dann das theoretische Wissen auf reale Situationen übertragen und damit die Lücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen.
Abgesehen von der Arbeit in der "Risk Factory" haben die Studenten außerdem noch weitere Möglichkeiten, sich neben ihrer wissenschaftlichen Ausbildung in der Praxis fortzubilden. So gehört ein Praktikum in einer Bank, Versicherung oder Forschungseinrichtung zum vorgegebenen Lehrplan. Durch die enge Kooperation des Instituts mit der Wirtschaft wird auch den Studenten die Möglichkeit gegeben, einen intensiven Kontakt zu Wirtschaftsunternehmen aufzubauen. Durch den Dialog mit potenziellen Arbeitgebern erhöhen sich nicht zuletzt auch die Chancen auf einen Arbeitsplatz im Anschluss an das Studium.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 05.11.2003

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