Hybridauto soll auch in Europa neue Kunden locken
Toyota setzt beim Prius auf schickeres Design

Als Toyota vor sechs Jahren das erste Hybridauto der Welt auf den Markt brachte, war die Fachwelt von der raffinierten Technik fasziniert. Die Kunden blieben in Europa jedoch aus, weil das Design des Prius kaum jemandem gefiel.

HB DÜSSELDORF. Verkauft wurde das Auto, das für Stadtfahrten einen Elektro- und für längere Strecken einen Benzinmotor besitzt, zwar insgesamt rund 110 000 Mal - doch vor allem in Japan und in den USA. Nur 880 Fahrzeuge fanden ihre Kunden in Deutschland. Das soll jetzt anders werden: Zur IAA präsentiert der japanische Autobauer sein Hybridfahrzeug in neuem Gewand. Diesmal mit einem ansprechenden, zeitgemäßen Design.

Der Toyota Prius fährt sich wie ein herkömmliches Auto. Welcher Antrieb gerade das Fahrzeug vorantreibt, entscheidet eine Computersteuerung. So fährt der Prius beispielsweise im Stadtverkehr im Regelfall unter Nutzung des Elektromotors, während ihm bei höheren Geschwindigkeiten die Verbrennungsmaschine unter die Arme greift.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Elektroautos muss der Prius jedoch niemals an der Steckdose aufgeladen werden. Dies wird von der Verbrennungsmaschine über einen eigens dafür vorgesehenen und im Antriebsstrang verankerten Generator übernommen. Dieses System ermöglicht es auch, überschüssige Leistung wieder in elektrische Energie umzusetzen und in den hinter der Rückbank platzierten Batterien zu speichern. So kann selbst die Energie beim Bremsen genutzt werden.

Nach sechs Jahren, zeigt sich der neue Prius jedoch nicht einfach nur als das alte Modell mit neuem Design. "Nicht nur der Hybridantrieb wurde weiterentwickelt, insgesamt wurde das Auto leistungsstärkter", sagt Wolf-Henning Fanslau von Toyota Deutschland. Beide Motoren des Prius wurden mit noch mehr PS ausgestattet: Der Elektromotor besitzt nun 68 PS und der Benzinmotor 75 PS. Der Verbrauch liege deutlich unter fünf Liter, und die Abgaswerte sollen sogar die Anforderungen der Euro-IV-Norm um 40 % unterschreiten.

Von dem neuen Modell erhofft sich der japanische Autobauer eine höhere Akzeptanz. Bis 2005 will Toyota-Chef Fujio Cho 300 000 dieser Autos verkaufen. Als potenzielle Kunden gelten zum einen Firmen, die mit dem umweltfreundlichen Antrieb sicherstellen wollen, dass sie auch künftig noch ohne Probleme in die Innenstädte fahren können. Daneben werden Privatkunden angesprochen, die den starken Anzug des Elektromotors lieben.

Auf dieses Klientel zielt auch das Sportfahrzeug, das Toyota für den amerikanischen Markt plant. "Der Hybrid-Lexus RX 300 hat die Leistung eines Achtzylinders und den Verbrauch eines Vierzylinders", schwärmt Fanslau.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%