Hynix und STMicroelectronics entwickeln gemeinsam: Neue Flash-Speicherchip-Allianz

Hynix und STMicroelectronics entwickeln gemeinsam
Neue Flash-Speicherchip-Allianz

Der größte europäische Chiphersteller STMicroelectronics hat mit der koreanischen Hynix Semiconductor eine strategische Allianz für Flash-Speicherchips geschlossen.

Reuters SEOUL/PARIS. Die Allianz sei auf fünf Jahre angelegt und umfasse Entwicklung ebenso wie den Vertrieb, teilte Hynix am Donnerstag mit. Flash-Speicherchips werden insbesondere in Mobiltelefonen und Digitalkameras verwendet. Analysten sagten, aus Sicht von STMicro sei eine Zusammenarbeit mit einem Speicherchip-Hersteller nötig. Angesichts der drohenden Strafzölle in der EU und den USA auf Hynix-Importe sei es aber schwer verständlich, warum STMicro ausgerechnet den südkoreanischen Konzern als Partner ausgewählt habe.

Die EU-Kommission plant Strafzölle in Höhe von 33 Prozent auf Einfuhren des Infineon-Konkurrenten Hynix. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, es habe in Südkorea wettbewerbswidrige staatliche Beihilfen erhalten. "Mit solchen Strafzöllen kann man es vergessen, bei Speicherchipprodukten konkurrenzfähig zu sein", sagte ING-Analyst Eric de Graaf mit Blick auf die Allianz zwischen Hynix und STMicro.

Die Aktien von STMicro lagen am frühen Nachmittag in Paris 1,9 Prozent im Minus bei 19,01 Euro, während der Gesamtmarkt kaum verändert tendierte. Hynix-Aktien profitierten von der angekündigten Allianz und gewannen zeitweise sechs Prozent.

STMicro hatte am Mittwochabend seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt und bei Gewinn und Umsatz die Analystenerwartungen geringfügig verfehlt. Der Netto-Gewinn stieg auf 79 (Vorjahreszeitraum 32,9) Millionen Dollar oder neun Cent je Aktie. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von zehn Cent je Aktie erwartet. Der Umsatz kletterte um 19,4 Prozent auf 1,618 Milliarden Dollar, lag damit aber unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 1,65 Milliarden Dollar.

"Auf kurze Sicht erwarten wir, dass im zweiten Quartal 2003 die schwierige Marktsituation bestehen bleibt", ließ STMicro-Chef Pasquale Pistorio mitteilen. In der zweiten Hälfte erwarte die Firma in den von ihnen bedienten Märkten aber eine fortschreitende Erholung.

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