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Hypo-Vereinsbank setzt in Osteuropa auf Internet-Banking

Die Münchener Hypo-Vereinsbank AG setzt bei ihrer Expansion in den mittel- und osteuropäischen Ländern auf die Abwicklung des Privatkundengeschäftes per Internet und Telefon.

vwd PRAG. Das Filialnetz soll nicht so dicht werden wie in Westeuropa. "Die Kundenzahl pro Filiale liegt in den mittel- und osteuropäischen Ländern bei 11 000. Davon können wir im Westen nur träumen; bei uns liegt die entsprechende Zahl bei 1 700", sagte Vorstandsprecher Albrecht Schmidt am Samstagabend zu Journalisten im Vorfeld der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Prag.

Die Bankkunden der mittel- und osteuropäischen Staaten hätten bereits jetzt "eine hohe Affinität" zu Internet- und Telefonbanking. Engpass sei dort die Zahl der Internetanschlüsse, doch werde die Verwendung der WAP-Technologie diesen Engpass "bald relativieren". Die Zinsmargen seien in den mittel- und osteuropäischen Staaten noch relativ hoch, würden aber in den nächsten Jahren noch abschmelzen, sagte Schmidt. Im Firmenkundengschäft verliere das Kreditgeschäft an Dominanz zugunsten eines integrierten Kapitalmarktgeschäftes, "insbesondere im rasch wachsenden Mittelstandsbereich". Die HVB konzentriere sich in den mittel- und osteuropäischen Staaten auf das Retailbanking, inklusive des Mittelstandes.

"Das ist genau das, was in den mittel- und osteuropäischen Staaten gefragt ist und was in den nächsten Jahren stark expandieren wird", sagte der Vorstandssprecher. Das Institut verfolge in den genannten Ländern eine Multi-Marken-Strategie, passe sich also mit Marken und Angeboten den lokalen Gegebenheiten an und verzichte auf einen einheitlichen Auftritt mit dem Namen der HVB. Hohe Wachstumsraten erziele die mittel- und osteuropäischen Staaten derzeit vor allem in Polen und Ungarn. Das Wachstumspotenzial in den MOE sei weiterhin hoch angesichts der Tatsache, dass beispielsweise in Polen lediglich 20 % der Einwohner ein Bankkonto hätten, verglichen mit fast 100 % in Westeuropa.

Gemeinsam mit der Bank Austria sei die HVB in den mittel- und osteuropäischen Ländern Marktführer mit über 680 Filialen, knapp 20 000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 18 Mrd Euro. In Tschechien hätten HVB und Bank Austria zusammen 30 Filialen.

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