Hypo-Vereinsbank steigt zum drittgrößten europäischen Bankinstitut auf
Hypo-Vereinsbank und Bank Austria fusionieren

Die geplante Fusion von Bank Austria und Hypo-Vereinsbank zur drittgrößten europäischen Bank hat eine entscheidende Hürde genommen.

ap WIEN/MÜNCHEN. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung stimmten die Aktionäre der Bank Austria am Mittwochabend in Wien mit großer Mehrheit für den Zusammenschluss, wie die österreichische Bank bekannt gab. Die Transaktion soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Die Aktien der Bank Austria werden im Verhältnis eins zu eins gegen Hypo-Vereinsbank-Aktien getauscht.

Die Aktionäre könnten noch bis November Einspruch gegen den Zusammenschluss einlegen, erklärte am Donnerstag eine Hypo-Vereinsbank-Sprecherin. Die Genehmigung der EU-Kartellbehörde werde bis spätestens Ende des Jahres erwartet. Die österreichische Übernahmekommission hat die Fusion bereits gebilligt.

Das bei der Versammlung in Wien vertretene Kapital stimmte mit 99,8 % für den Zusammenschluss. Bank-Austria-Vorstandschef Gerhard Randa erklärte: "Wir haben den idealen Partner gefunden". Durch den Zusammenschluss mit der Hypo-Vereinsbank habe sein Institut die "optimalen Voraussetzungen geschaffen, um unsere führende Stellung in unseren Kernmärkten weiter kräftig auszubauen." Hypo-Vereinsbank-Chef Albrecht Schmidt zeigte sich zufrieden mit dem Votum der Aktionäre und sprach von einem "großen Vertrauensbeweis".

In beiden Banken würden nun Integrationsteams die Arbeit aufnehmen, damit die Konzerne reibungslos zusammenwachsen könnten, erklärte die Bank Austria. Die Integration solle in zwei Schritten erfolgen: Bis Mitte kommenden Jahres sollten die Niederlassungen beider Unternehmen in den Finanzzentren Westeuropas, Asiens, der Tschechischen Republik und Ungarns fusionieren. Alle anderen Bereiche sollten bis zum ersten Quartal 2003 zusammenwachsen.

Mit der Fusion entsteht die drittgrößte Bank Europas mit einer Bilanzsumme von rund 1,27 Billionen DM (rund 667 Mrd. Euro), 65 000 Beschäftigten und rund 2 000 Filialen. Zusammen verfügen beide Institute nach eigenen Angaben über das größte Bankennetz in Mittel- und Osteuropa.

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