Hypovereinsbank führt Gewinnerliste an
Dax auf Erholungskurs

Der Dax hat am Donnerstag vom Start weg zugelegt und mühelos die 5 600-Punkte-Marke übersprungen. Am Mittag stand das Kursbarometer in einem trägen Geschäft bei 5 609,39 Punkten - ein Aufschlag von 0,48 Prozent.

dpa-afx/rtr FRANKFURT. An der Dax-Spitze standen die Aktien der Hypovereinsbank , die 1,87 Prozent auf 48,95 Euro gewannen, obwohl die Bank für das zweite Quartal einen Gewinneinbruch im Vergleich zum Vorquartal veröffentlicht hatte. Die Aktie sei vorab genug verprügelt worden, sagten Händler und Analysten. Nun würden sich die Marktteilnehmer wieder eindecken.

Nach Bekanntgabe eines Gewinneinbruchs im zweiten Quartal führten die Aktien von Epcos die Liste der Verlierer im Dax an. Die Titel rutschten um mehr als 2,4 Prozent auf 49,56 Euro. Ian Rennardson, Analyst bei Merrill Lynch in London, sagte: "Die Zahlen lagen am oberen Rand der schon reduzierten Erwartungen. Sie hätten schlimmer sein können, aber es wird auch nicht besser." Besonders enttäuschend sei der Auftragseingang im zweiten Quartal mit einem Volumen von 153 Millionen Euro. Die Prognosen von Analysten dürften künftig noch weiter nach unten gehen. "Aber ich glaube, dass man bei Epcos jetzt schon nahe am Tiefpunkt ist."

Ein weiteres Mitglied der Siemens-Familie, der Halbleiter-Hersteller Infineon legte um 0,15 Prozent auf 27,12 Euro zu. Das Unternehmen hatte bestätigt, dass 5 000 Mitarbeiter entlassen werden. "Im Allgemeinen werden solche Meldungen am Markt positiv aufgenommen, weil das Unternehmen Kosten spart", sagte ein Händler. Darüber hinaus hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs den Titel auf ihrer Empfehlungsliste bestätigt, aber die Gewinnprognosen für die Jahre 2001 bis 2003 gesenkt.

Siemens stiegen um ein Prozent und kosteten 58,00 Euro, obwohl Goldman Sachs auch hier die Gewinnschätzungen für die Jahre 2001 bis 2003 gesenkt und sogar das Kursziel drastisch von 85 auf 55 Euro korrigiert hatte.

Größter Gewinner im Dax waren die Titel der Allianz, die um mehr als zwei Prozent auf 314,50 Euro kletterten. Händler sagten, bei der Kursbewegung handele es sich um eine technisch bedingte Erholung nach Verlusten der Vortage. Zu einem Zeitungsbericht, wonach die Allianz den Börsengang der Dresdner Bank-Investmentbank-Tochter Dresder Kleinwort Wassserstein abgesagt hat, äußerte sich ein Börsianer positiv: "Auf der einen Seite würde die Allianz von einem Börsengang der Tochter profitieren, weil sie Geld in die Kasse bekommt." Auf der anderen Seite passe die Investmentbank aber auch gut in das Gesamtkonzept der Allianz. "Die Synergien sind recht gut. Als Allianz-Aktionär würde ich für den Beibehalt der Tochter plädieren."

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