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HypoVereinsbank verkauft überraschend WestHyp

Die WestHyp sollte eigentlich Mitte des Jahres zusammen mit drei der anderen HVB-Immobilienfinanzierungstöchter rückwirkend auf eine Immobilienbank verschmolzen werden.

Reuters MÜNCHEN. Die HypoVereinsbank will sich überraschend von ihrer 75-prozentigen Beteiligung an der Westfälischen Hypothekenbank (WestHyp) trennen. Die WGZ-Bank werde 50,1 Prozent an dem Immobilienfinanzierer aus Dortmund übernehmen, die Versicherung Signal Iduna 24,9 Prozent, teilte die HypoVereinsbank am Freitagabend in München mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. Die WestHyp sollte eigentlich Mitte des Jahres zusammen mit drei der anderen HVB-Immobilienfinanzierungstöchter, der Bayerischen Handelsbank , der Süddeutschen Bodencreditbank und der Nürnberger Hypothekenbank, rückwirkend auf eine Immobilienbank verschmolzen werden. Die restlichen 25 Prozent an der WestHyp bleiben beim Deutschen Herold.

Der Fusionsprozess der anderen Immobilenfinanz-Töchter werde durch den Verkauf der WestHyp erleichtert und beschleunigt, teilte die HVB weiter mit. Die genossenschaftliche WGZ-Bank erklärte, bisher sei lediglich eine Absichtserklärung unterzeichnet worden. Mit der auf das gewerbliche Immobilienfinanzierungsgeschäft spezialisierten WestHyp ergänze die Bank ihre Münsteraner Hypothekenbank-Tochter Westfälische Landschaft Bodenkreditbank, die sich auf Wohnungsbaufinanzierung konzentriert. In Dortmund war zuvor Kritik an der Einbindung der WestHyp in die HVB-Immobilienbank geübt worden, da diese sich im Inland auf die Standorte München, Frankfurt und Berlin spezialisieren will. Die WestHyp ist mit 280 Mitarbeitern in zwölf deutschen Städten und in Amsterdam vertreten. Ende 2000 hatte sie eine Bilanzsumme von 36,8 Milliarden Euro und 387 Millionen Euro Eigenkapital.

Die HypoVereinsbank will mit dem Buchgewinn, der Anfang des Jahres 2002 realisiert werden soll, nach eigenen Angaben einen Teil der Investitionen in den Aufbau der neuen Bank finanzieren, die mit über 2000 Mitarbeitern der größte Immobilienfinanzierer in Deutschland werden soll. Auch das Immobiliengeschäft der HVB soll 2002 in das Institut integriert werden.

Die künftige Immobilienbank, die einen neuen Namen erhält, wird von einem siebenköpfigen Vorstand geleitet, wie die HVB am Freitag weiter mitteilte. Unter dem Vorstandschef Claus Nolting, der auch Vorstandsmitglied der HVB ist, arbeiten Georg Funke, Frank Lamby und Wolf Schumacher, die aus dem Immobilienbereich der HVB kommen, sowie Josef Gelb (Südboden) und Theodor Knepper (Handelsbank) und HVB-Personalchef Heinz Laber. In den Ruhestand gehen mit der Verschmelzung Jürgen Parchmann (NürnbergHyp), Wolf Siekmann und Anton Schub (bd. Südboden) und Manfred Gottschaller (Handelsbank). Ihnen folgen am 31. Dezember 2002 Ottheinz Jung- Senssfelder (NürnbergHyp) und Klaus Pfeiffer (Handelsbank). NürnbergHyp-Vorstand Dietmar Hagedorn wechselt in den Vorstand der HVB-Tochter Württembergische Hypothekenbank.

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