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I-D-Media weitet Verlust leicht aus

Reuters FRANKFURT. Die am Neuen Markt gelistete I-D Media hat in den ersten neun Monaten 2000 bei deutlichem Umsatzwachstum ihren Vorsteuerverlust leicht ausgeweitet. Der Gesamtumsatz sei in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 58,07 (Vorjahr: 11,45) Mill. DM gestiegen, teilte der auf den elektronischen Handel spezialisierte Software-Entwickler am Donnerstag mit. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe sich mit minus 9,95 (minus 9,82) Mill. DM nahezu auf Vorjahresniveau bewegt. Im Gesamtergebnis schlage sich die Verdreifachung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung in zwei Produktbereichen auf 7,46 Mill. DM nieder. Die am Morgen bekanntgegebenen Zahlen wurden von der Börse negativ aufgenommen. Die Aktien gaben bis zum Nachmittag acht Prozent auf 23,00 Euro nach.

Im Kerngeschäftsbereich "I-D Services" stieg der Umsatz den Angaben zufolge um "über 300 %" auf 39,1 Mill. DM. Das Ebit erhöhte sich in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2000 auf 2,21 (0,788) Mill. DM, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Gleichzeitig reduzierte sich der Anteil dieses Geschäftsfeldes von einem "signifikant höheren Anteil" auf 67 % des Gesamtumsatzes, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Weiteren Angaben zufolge belaufen sich die liquiden Mittel der Gesellschaft aktuell auf 57 Mill. DM und werden durch kurzfristige Forderungen gegenüber Kunden mit erstklassiger Bonität in Höhe von 22 Mill. DM ergänzt. Zu diesen Kunden zählen Unternehmen, deren finanzielle Verlässlichkeit außer Fage stehe, wie etwa die Deutsche Telekom AG, Sony oder auch Swatch, sagte der Sprecher auf Nachfrage. Damit sei I-D Media in der Lage, Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren. Über erwartete Umsatz- und Ergebniszahlen für das Gesamtjahr 2000 machte er keine Angaben.

Zusätzlich zu organischem Wachstum seien Akquisitionen in der Zukunft nicht ausgeschlossen, sollten sich attraktive Möglichkeiten bieten, sagte der Sprecher. Dies bedeute aber nicht zwangsläufig, dass I-D-Media auf Einkaufstour sei, fügte er hinzu. Sinnvoll sei zum Beispiel eine Verstärkung im Bereich technische Integration.

I-D Media entwickelt Software für Werbemaßnahmen unter anderem im Internet und bietet Lösungen für den elektronischen Handel (E-Business) an.

Die Aktie von I-D Media wurde im Juni 1999 zu 23 Euro an die Börse gebracht. Das Jahreshoch markierte das Papier im März 2000 mit 103,70 Euro, das Jahrestief am 9. November 2000 mit 22,80 Euro.

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