IAEA brüskiert
Keine unmittelbare Rolle für Uno-Inspektoren im Irak

Für die Waffeninspektoren der Vereinten Nationen (Uno) ist nach den Worten des Staatssekretärs im US-Außenministerium John Bolton zunächst keine Rolle im Irak vorgesehen.

Reuters MOSKAU. "Ich glaube nicht, dass es kurzfristig irgendeine Rolle für die Uno bei der Suche, Identifizierung oder Sicherung von Massenvernichtungswaffen gibt. Aber wir schließen nicht notwendigerweise aus, dass der Uno später irgendeine Rolle zukommt", sagte Bolton vor Journalisten in Moskau. "Das ist eine Frage, die erst noch beantwortet werden muss", fügte er hinzu.

Die Äußerungen stellten eine erneute Brüskierung des Chefs der Uno-Organisation Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), Mohammed ElBaradei, dar, der zusammen mit Uno-Chefwaffeninspektor Hans Blix nach verbotenen Massenvernichtungswaffen im Irak gesucht hatte.

Einer IEAE-Sprecherin zufolge hatte ElBaradei die USA wegen Berichten über Plünderungen von Atomanlagen in einem Brief um die Erlaubnis zur Rückkehr der Waffeninspektoren in den Irak ersucht, aber noch keine Antwort erhalten.

Die USA haben die Rückkehr der Uno-Inspektoren in den Irak bislang abgelehnt. Stattdessen sollen US-Experten die Suche nach Massenvernichtungswaffen übernehmen. Die USA hatten den Krieg gegen Irak unter anderem damit begründet, dass die Regierung in Bagdad über solche Waffen verfüge.

Bolton hatte bei eintägigen Gesprächen mit Regierungsvertretern in Moskau versucht, eine Einschränkung der nuklearen Zusammenarbeit Russlands mit dem Iran zu erreichen. Die USA werfen Iran vor, Atomwaffen zu entwickeln oder bereits zu besitzen und möglicherweise an internationale Extremisten weiterzugeben.

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