IAEO
Zahl der Atomkraftwerke weltweit auf 438 gestiegen

rtr WIEN. Die Zahl der Atomkraftwerke hat sich im vergangenen Jahr weltweit auf 438 erhöht. Wie die Internationale Atomenergie Organisation (IAEO) am Donnerstag in Wien in ihrem Jahresbericht für 2000 mitteilte, gingen sechs neue Anlagen ans Netz. Drei Atomkraftwerke seien in Indien in Betrieb genommen worden, eines in Pakistan, eines in Brasilien und eines in Tschechien. In Bau seien derzeit 31 Reaktoren. Mit Atomenergie werde 16 % des weltweiten Bedarfs an Strom gedeckt, teilte die IAEO weiter mit. Rund 83 % der Anlagen befänden sich in Industrieländern. Insgesamt sei die Stromerzeugung aus Nuklearenergie weltweit auf 2447,53 Terawatt-Stunden angestiegen.

Die Liste der Länder mit dem größten Einsatz von Atomkraft bei der Stromerzeugung wurde von Frankreich angeführt. Der Anteil von Strom aus nuklearer Produktion betrage dort mehr als 76 %, gefolgt von Litauen mit rund 73 % und Belgien mit rund 57 %. Einen Anteil von knapp 38 bis 54 % erreichten der IAEO zufolge die Schweiz, Schweden, die Südkorea, Ungarn, Bulgarien, die Ukraine und die Slowakei. Insgesamt werde in 17 Staaten mindestens ein Viertel der Elektrizität in Atomkraftwerken produziert.

In Nordamerika sei die Zahl der Reaktoren leicht zurückgegangen, hieß es im Bericht der IAEO. Mit 118 Reaktoren würden in den USA 20 % des Strombedarfs und in Kanada 12 % gedeckt. In Westeuropa seien 150 Reaktoren in Betrieb. Hier werde die Kapazität in den kommenden Jahren vermutlich nicht ausgebaut werden, teilte die IAEO mit. In Osteuropa, das zur Zeit 68 Reaktoren am Netz hat, werde der Bau einiger Anlagen fertig gestellt, während alte Kraftwerke geschlossen würden. Nur im Nahen Osten und Asien gibt es nach Angaben der IAEO Ausbaupläne über die 94 bestehenden Anlagen hinaus. Vor allem China, Indien, die Südkorea und Japan wollten künftig verstärkt auf Atomkraft setzen.

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