IBM-Chef hält Informationstechnologie für Schlüssel gegen Arbeitslosigkeit
IT-Branche verspricht jährlich 150 000 zusätzliche Arbeitsplätze

adx HALLE. Die Informationstechnologie ist nach Ansicht des Vorsitzenden der Geschäftsführung von IBM Deutschland, Erwin Staudt, die Schlüsselbranche zum Abbau der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland. In diesem Sektor entstünden jährlich 150 000 neue Arbeitsplätze, sagte Staudt am Donnerstag beim 15. Halleschen Wirtschaftsgespräch zu Chancen der Informationsgesellschaft. Auch traditionelle Industrien bedienten sich im zunehmenden Maße dieser Technik. Deutschland befinde sich im Übergang von der Produktions- zur Informationsgesellschaft.

Staudt sprach dabei von einer "schlagartigen Entwicklung". Innerhalb eines Jahres habe sich in Deutschland die Zahl der Internet-Nutzer auf 20 Mill. verdoppelt. Experten gingen davon aus, dass Mitte des laufenden Jahres bereits 30 Millionen Menschen an das weltweite Datennetz angeschlossen sind. Damit würden früher Prognosen verworfen, wonach erst 2003 mit dieser Marke gerechnet worden war. Im Internet würden inzwischen beträchtliche Werte umgesetzt. 1999 waren es laut Staudt in Deutschland rund 2,5 Mrd. Mark und im vergangenen Jahr bereits 52 Mrd. Mark. 2004 müsse damit gerechnet werden, dass 700 Mrd. Mark im Netz umgesetzt werden.

Staudt ist auch Vorsitzender der Initiative "D 21 - Deutschland im 21. Jahrhundert", die von Wirtschaft, Hochschulen, Firmen sowie Politikern ins Leben gerufen wurde. Mit der Initiative sollen die Entwicklung Deutschlands von einer Industrie- zu einer Informationsgesellschaft beschleunigt und Rückstände auf diesem Gebiet im Vergleich zu anderen Ländern wettgemacht werden. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist die einzige Hochschule in Deutschland, die der Initiative angehört.

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