IBM stark im Plus
US-Börsen zeigen sich freundlich

Vor der Veröffentlichung von Quartalsberichten des Softwareriesen Microsoft und des weltgrößten Halbleiterherstellers Intel haben die US-Börsen am Dienstag mit leichten Kursgewinnen geschlossen. Zuvor hatte noch ein skeptischer Ausblick des weltgrößten Autoherstellers General Motors (GM) die Stimmung an der Wall Street gedämpft.

rtr NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss um 0,6 % fester bei rund 8402 Punkten. Der Nasdaq-Index verbesserte sich um 0,4 % auf 1391 Zähler. Der S&P-Index stieg um 0,6 % auf knapp 891 Zähler. Zuvor hatten die Börsenindizes zeitweise unter ihrem Vortagesniveau tendiert.

Die Aktien von Intel und Microsoft gehörten am Dienstag zu den meist gehandelten Titeln an der Technologiebörse Nasdaq. Intel gaben um 0,2 % auf 17,13 Dollar ab, Microsoft-Aktien verbilligten sich um 0,6 % auf 24,61 Dollar. Neben den beiden großen Unternehmen, die auch zum Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten Werte zählen, sollten am Dienstag auch Texas Instruments und Motorola nach Börsenschluss ihre Zahlen vorlegen.

Investoren seien angesichts des abflauenden Irak-Krieges besonders gespannt auf die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgewinne, sagten Analysten. "Wir haben so viele wichtige Unternehmensergebnisse heute Abend. Es sind einige wirklich bedeutende Firmen", sagte David Memmott von Morgan Stanley. "Im günstigsten Fall bekommen Anleger nicht nur einen Ausblick für das nächste Quartal, sondern auch darüber hinaus."

GM hatte kurz vor Börsenbeginn Zweifel daran geäußert, die eigene Gewinnerwartung von fünf Dollar pro Aktie im laufenden Jahr erfüllen zu können. Im ersten Quartal hatte GM hingegen dank der Einnahmen aus dem Verkauf seiner Rüstungssparte seinen Gewinn kräftig gesteigert. GM-Aktien fielen um 2,6 % auf 35,17 Dollar.

Die Aktien des Computerkonzerns IBM, der am Vorabend nach Börsenschluss eine überraschend gute Quartalsbilanz vorgelegt hatte, kletterten um 3,4 % auf 82,79 Dollar. IBM hatte erstmals seit zwei Jahren wieder ein Gewinnwachstum ausgewiesen und damit Hoffnungen auf einen Aufschwung in der Technologiebranche genährt.

Zu den Verlierern gehörten am Dienstag die Aktien von Novellus Systems, dem drittgrößten US-Hersteller von Maschinen für die Chipproduktion. Die Aktien gaben um 3,9 % auf 26,28 Dollar nach, nachdem das Unternehmen am Vorabend von einer rückläufigen Entwicklung der Bestellungen gesprochen hatte.

Der Dow-Jones-Wert Altria konnte hingegen um mehr als drei Prozent auf 32,45 Dollar zulegen. Ein Gericht in Illinois hatte am Montag die Summe gesenkt, die das Altria-Unternehmen Philip Morris im Zusammenhang mit einem Verfahren um Light-Zigaretten hinterlegen muss. Damit sind nach Einschätzung von Experten jegliche Befürchtungen ausgeräumt, dem Unternehmen könnte wegen der Strafen eine unmittelbare Insolvenz drohen.

Gedämpft wurde die Stimmung am Markt Händlern zufolge zeitweise durch die jüngsten Konjunkturdaten. Die US-Notenbank Fed gab vor Börsenbeginn eine Verringerung der US-Industrieproduktion im März um 0,5 % bekannt, den größten monatlichen Rückgang seit Dezember 2002. Analysten hatten lediglich mit einer Abnahme um 0,2 % gerechnet.

"Ich denke, eine Reihe von Konjunkturdaten waren schwächer als erwartet und die Unternehmensergebnisse waren insgesamt in Ordnung", sagte Sean Martin, Chefhändler von A. Gary Schilling & Co. Zu bedenken sei, dass die Konjunkturdaten sich immer auf die Vergangenheit bezögen und Investoren lieber in die Zukunft blickten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,37 Mrd. Aktien den Besitzer. 2135 Werte legten zu, 1113 gaben nach und 190 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,23 Mrd. Aktien 1731 im Plus, 1337 im Minus und vier unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 99,07/32. Sie rentierten mit 3,969 %. Die 30-jährigen Bonds kletterten 24/32 auf 106,2/32 und hatten eine Rendite von 4,933 %.

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