IBM und Applied Materials im Fokus
US-Börsen werden schwächer erwartet

Trotz weiterer Erfolge im Afghanistan-Krieg dürften die Aktienmärkte in New York Händlern zufolge am Donnerstag nach den deutlichen Zuwächsen der Vortage schwächer in den Handel starten. "Das Problem ist, dass der Markt nach den drastischen Anstiegen jetzt überkauft ist", sagte Larry Wachtel, Marktanalyst bei Prudential Securities. "Da gibt es zwar gute Nachrichten aus Afghanistan und der fallende Ölpreis wird auch eine Steuersenkung für die Verbraucher nach sich ziehen. Das ist auch alles sehr schön, aber der Markt ist überkauft."

Reuters NEW YORK. Die für den Handelsauftakt maßgeblichen Futures notierten rund eine halbe Stunde vor Eröffnung schwächer. Der Nasdaq-Future verlor 23 Punkte, der Dow-Jones-Future fiel 30 Ticks, der Dezember-Kontrakt auf den breiter gefassten S&P-500-Index notierte 4,5 Zähler schwächer.

Am Vortag hatten ein besser als erwartet ausgefallenes Quartalsergebnis des Drucker- und Computerherstellers Hewlett-Packard (HP) und die Hoffnung auf ein rasches Ende des Krieges in Afghanistan nach Händlerangaben zu Kursgewinnen an den Börsen in New York geführt. Der Industriewerte-Index Dow Jones schloss 0,75 % fester auf 9823 Punkten, der Technologieindex Nasdaq lag zu Handelsende mit 0,59 % im Plus auf 1903 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index stieg 0,19 % auf 1141 Zähler.

Das US-Arbeitsministerium hat am frühen Donnerstagnachmittag in Washington einen Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 10. November auf 444 000 von 452 000 in der Vorwoche gemeldet. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für die Berichtswoche mit 466 000 Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe gerechnet.

Anlegerinteresse könnten nach Angaben von Händlern die Titel von IBM auf sich ziehen. Der Konzern hatte am Mittwoch nach Börsenschluss mitgeteilt, dass die Nachfrage nach Technologieprodukten weiterhin schwach sei, das Dienstleistungsgeschäft jedoch wieder anziehe.

Im Fokus könnten auch die Aktien von Applied Materials stehen, nachdem die Gesellschaft nach Börsenschluss am Mittwoch ein um 97 % zurückgegangenes Quartalsergebnis vorgelegt hatte. Als Grund nannte das Unternehmen einen deutlichen Einbruch der Nachfrage im Halbleitergeschäft.

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