„Ich finde es sinnvoll, das Gespräch zu suchen“: Bündnis für Arbeit als Institution ist gescheitert

„Ich finde es sinnvoll, das Gespräch zu suchen“
Bündnis für Arbeit als Institution ist gescheitert

Das Bündnis für Arbeit ist nach Ansicht von Verdi-Chef Frank Bsirske als Institution am Ende. "Die Idee eines institutionellen Bündnisses für Arbeit ist aus meiner Sicht gescheitert", sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft in einem dpa-Gespräch in Arnstadt (Thüringen). Für ihn gelte: "Reden ja, institutionelle Verabredung nein."

HB/dpa ARNSTADT. Es kam zum Zerwürfnis zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Die Beteiligten wollen sich nun nach mehr als einjähriger Pause am 3. März wieder bei Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) treffen, um über Wege aus der Beschäftigungskrise zu diskutieren.

Bsirske sieht das Treffen trotz seiner Kritik als wichtigen Beitrag. "Ich finde es sinnvoll, das Gespräch zu suchen", sagte er. "Niemand würde es verstehen, wenn die Verantwortlichen bei 4,6 Millionen Arbeitslosen nicht mehr miteinander reden."

Der Verdi-Vorsitzende kritisierte die Haltung der Gegenseite. "Man erwartet von den Gewerkschaften, dass sie zu Lohnabsprachen bereit sind und dafür sorgen, dass sie umgesetzt werden, während ein Bündnispartner erklärt, dass er nicht für die Umsetzung sorgen kann", sagte Bsirske. Der Bundesverband der Industrie (BDI) hatte den Vorschlag Schröders abgelehnt, den Kündigungsschutz gegen Job-Zusagen der Wirtschaft zu lockern.

Bsirske zeigte sich offen dafür, das Thema Kündigungsschutz bei dem Treffen Anfang März anzusprechen. Er wolle dort vorschlagen, Ausnahmen bei einer Sozialauswahl im Fall betriebsbedingter Kündigungen rechtlich zu präzisieren, sagte er auf der ver.di- Landeskonferenz in Arnstadt.

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