„Ich spüre es“
Franzi fühlt sich alt

Nach 15 Jahren als Schwimmerin fühlt sich Franziska van Almsick als Top-Sportlerin "alt. Das sieht man vielleicht nicht, aber ich spüre es", sagte die Weltrekordlerin aus Berlin der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstag-Ausgabe).

HB GELSENKIRCHEN/FRANKFURT. Die 25-Jährige bestreitet die deutschen Kurzbahn- Meisterschaften in Gelsenkirchen mit Schmerzen in der Schulter. "Wir haben es im Griff. Woher die Schmerzen kamen, weiß keiner ganz genau. Ich denke, es ist Verschleiß."

Mit dem Ende ihrer Karriere will Franziska van Almsick alle überraschen. Nachdem sie vielfach erklärt hatte, im Anschluss an Olympia 2004 in Athen und den von ihr heiß ersehnten Gold-Gewinn mit dem Schwimmen Schluss zu machen, gibt sie sich nun wieder abwartend. "Immerzu werde ich danach gefragt. Ich schwimme erstmal in Athen, und wenn ich dann dort bin, werde ich sage, ob ich weitermache oder aufhöre. Lasst euch überraschen. Ich kann es jetzt noch nicht sagen, ob ich zurücktrete. Ich kann nur sagen: Es sieht danach aus."

Den Verzicht auf die Weltmeisterschaften im Juli in Barcelona hält sie weiterhin für richtig: "Früher hatte ich mal das Ziel, möglichst viele Titel zu sammeln. Aber die Zeiten haben sich geändert. Ob ich jetzt zwei WM-Titel habe oder drei oder vier, das ist mir eigentlich egal. Das Einzige, was mir noch fehlt, ist die Goldmedaille bei Olympischen Spielen" - das ist auf ihrer womöglich letzten Etappe die Herausforderung Nummer 1.

Die lange Pause bei internationalen Top-Ereignissen zwischen der EM 2002 in Berlin mit Weltrekord von 1:56,64 Minuten über 200 m Freistil und Olympia 2004 sei kein Problem: "Nach den Olympischen Spielen von Sydney hatte ich auch zwei Jahre lang keinen großen Wettkampf bestritten, und dann kam die EM." Aber der Punkt sei: "Ich schaffe einfach nicht mehr beides, WM und Olympia innerhalb eines Jahres." Und: "Ich bin einfach müde. Ich muss für das alles sehr hart arbeiten. So etwas wie bei der EM, das schüttel' auch ich mir nicht mehr einfach so aus dem Handgelenk."

Wenn es mit dem Olympiasieg auch im vierten Anlauf nichts werden sollte, will "Franzi" sich "nicht das Leben nehmen." Aber: "Ich will Gold, es ist das Einzige, was zählt. Ich sage jetzt schon, dass es mich sehr enttäuschen würde, wenn mir das nicht gelänge."

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