Archiv
Identifizierung von Busunfall-Opfern schwierig

dpa SALZBURG. Nach dem schweren Busunfall in Österreich mit fünf Toten und Dutzenden Verletzten ist die Identifizierung der Opfer schwierig. Die fünf Toten stammen wahrscheinlich aus Großbritannien.

dpa SALZBURG. Nach dem schweren Busunfall in Österreich mit fünf Toten und Dutzenden Verletzten ist die Identifizierung der Opfer schwierig. Die fünf Toten stammen wahrscheinlich aus Großbritannien.

Mit Rücksicht auf die Angehörigen würden vorerst keine Angaben über die Identität gemacht und die Ergebnisse von DNA-Analysen abgewartet, sagte Salzburgs Landeshauptfrau (Ministerpräsidentin) Gabi Burgstaller am Mittwoch. Am Dienstagnachmittag war im Bundesland Salzburg der mit 48 Urlaubern voll besetzte Bus bei einem missglückten Überholmanöver eines Kleinbusses von der Fahrbahn gedrängt worden und eine Böschung hinabgestürzt. Über 40 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Bezirkshauptmann (Landrat) Klaus-Dieter Aigner sagte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, zur Identifizierung der fünf Toten, drei Frauen und zwei Männer, seien DNA-Analysen veranlasst worden. Ergebnisse könne es daher erst am Donnerstag geben. Auch die Identität vieler Verletzter, die noch immer nicht ansprechbar seien, werde über DNA-Analysen festgestellt. Unklar blieb die Herkunft der beiden deutschen Urlauber, die bei dem Unfall ebenfalls schwer verletzt wurden. Die Behörde geht davon aus, dass es sich bei den beiden etwa 60-Jährigen um ein Ehepaar handelt.

Die ersten Angehörigen der Opfer wurden am Mittwochnachmittag in Salzburg erwartet. Nach bisherigen Ermittlungen war der mit 47 Urlaubsgästen aus Großbritannien, Russland, Deutschland und Australien sowie dem österreichischen Fahrer besetzte Bus auf dem Rückweg von einer Ausflugsfahrt, als er bei Hallein von einem Kleinbus gerammt wurde. Der Fahrer des Kleinbusses hatte in einer unübersichtlichen Kurve zu einem Überholmanöver angesetzt. Als er einen entgegenkommenden PKW bemerkte, riss er sein Fahrzeug nach rechts und drängte so den Reisebus von der Straße.

Der Bus überschlug sich drei Mal und blieb auf dem Dach liegen, das bis zu den Kopfstützen eingedrückt wurde. Aus den zerberstenden Fenstern wurden Fahrgäste geschleudert, viele blieben im Bus eingeklemmt. Die meisten Verletzten erlitten tiefe Schnittwunden, Quetschungen und Gehirnerschütterungen. Am Mittwoch schwebten noch sechs Schwerverletzte in Lebensgefahr. Der Unfallverursacher blieb unverletzt und wurde angezeigt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%