IESE, Barcelona, Spanien
Tina Ohmayer

Hallo ihr Lieben! In wenigen Wochen werde ich mein MBA Studium an der IESE Business School in Barcelona beginnen. Von dort werde ich Euch auf dem Laufenden halten, aber bis dahin bleibt noch ein wenig Zeit, um über all das zu berichten, was dazu geführt hat, dass ich in drei Monaten mein Leben als Unternehmensberaterin an den Nagel hänge und wieder zu einer mittellosen Studentin werde.

Ist der GMAT der Sinn des Lebens?


Wer ist Millionär?


Sind Legebatterien in Spanien erlaubt?


Ist das ein Sommerloch?


Wer erfand die Chaostheorie?


Warum gibt es One-Way Tickets?


Wo liegt eigentlich Bunol?


Ist das ganze Leben ein Countdown?


Bin ich ein Business Case?


Ist der Weihnachtsmann ein Key Account Manager?













Ist der Weihnachtsmann ein Key Account Manager?

¡Hola! Wenn ich heute an Rolf denke, höre ich wieder sein lautes, gemeines Lachen, das über den ganzen Schulhof hallte. Ich sehe ihn wieder vor mir stehen, mit dem Finger auf mich zeigend und laut rufen: "Die Tina glaubt immer noch an den Weihnachtsmann!". Seit meinem ersten Schultag war Rolf für mich die Reinkarnation des Bösen. Es heißt ja, dass jede Mutter ihr Kind liebt. Doch ich bin mir sicher, dass Rolf mit seinen kleinen, dunklen Augen und dem allgegenwärtigen, spöttischen Grinsen, das sich bei jeder Gelegenheit zu einem verächtlichen Lachen verzog, seine Mutter vor eine fast übermenschliche Herausforderung stellte. Und obwohl das nun schon 20 Jahre zurückliegt und ich mich nur noch schwach an Rolf erinnern kann (ich bin mir sicher, dass das nicht mal sein richtiger Name ist), bin ich heute Nacht plötzlich hellwach im Bett gelegen, weil ich im Schlaf Rolfs gemeines Lachen hörte und er rief: "Die Tina glaubt immer noch, dass der zweite Term im MBA viel leichter ist, als der erste!"

Und tatsächlich, als ich über Weihnachten zu Hause war, haben sich meine Familie und Freunde über mein Verhalten zumindest gewundert. Die ersten paar Tage nach dem Ende des ersten Terms, habe ich beim Anblick des Weihnachtsbaums jedes Mal angefangen einen Decision Tree mit Entscheidungsalternativen aufzuzeichnen. Und um nicht sofort auf kalten Entzug zu gehen, bin ich in diesem Jahr nicht mit der Trommel, sondern mit einer PowerPoint Präsentation um den Weihnachtsbaum gelaufen. Am Wochenende vor den Feiertagen ist das gemeinsame Schmücken des Baums in meiner Familie Tradition. Dieses Jahr habe ich statt dem Befestigen der Lichterkette die Supervision des Prozesses übernommen. Nach einer halben Stunde teilte ich die ersten Zwischenergebnisse mit den beteiligten Workstations - meinen Eltern, Schwester, Omi und Hund. "Also hör mal Omi, du bist unser Bottleneck. Wegen dir liegt die Cycle Time bei 4 Minuten und wir können unsere potenzielle Kapazität nur zu 64 Prozent nutzen." Meine Großmutter sah kopfschüttelnd meine Eltern an und meinte auf dem Weg zur Küche: "Es wird Zeit, dass das Mädle heiratet. Hat ja nur noch Flausen im Kopf."

Kurz vor meinem Rückflug nach Barcelona wollte meine beste Freundin ein ernstes Gespräch mit mir führen, als ich der Bedienung im Restaurant, die 20 Minuten für die Aufnahme meiner Bestellung brauchte, die Supply und Demand Kurve erklärte. Doch ich war überzeugt, dass mit dem Ende des ersten Terms der arbeitsintensivste Teil des MBA-Studiums abgeschlossen war und flog mit einem Koffer voller Sportequipment zurück nach Spanien.

Und jetzt ist die Hälfte dieses zweiten Terms vorbei und heute bin ich wegen Rolf aufgewacht. Und ich möchte ihm zurufen: "Ich glaube nicht mehr an den Weihnachtsmann, aber auch nicht an die Vereinbarkeit des Maximum- und Minimumprinzips."


Bin ich ein Business Case?

¡Hõla! Es ist Samstag Abend kurz vor 18 Uhr. Ich sitze im Internetraum der IESE und drucke meine Lösung für den Business Case aus, den wir in einer halben Stunde im Teammeeting besprechen werden. Es ist ein Paper für Analysis of Business Problems, das wir am Montag abgeben müssen und das 20% unserer Beurteilung in diesem Fach ausmacht. Im Eingang zum Computerraum stehen fünf Studenten und warten, da alle 30 Arbeitsplätze belegt sind.

Eigentlich wollte ich mit meinen Mitbewohnerinnen heute Abend essen gehen. Als ich vier Stunden später mit meinem Roller nach Hause fahre hatte ich keinen Hunger mehr. Statt dessen überlege ich, dass ich meine Opportunitätskosten neu berechnen sollte, da ich die so genannten soft facts völlig vergessen habe. Um mir dazu einige Ideen von meinem Team zu holen, schreibe ich eine SMS an alle sobald ich zu Hause angekommen bin: "Did your sensitivity analysis for IESE include the risk that you spend Saturday night at home, studying?"

Ich verbringe den Rest des Abends mit der Überarbeitung des Papers und während ich die Tabellen und Diagramme in mein Word Dokument einfüge, überlege ich, ob ich schon den Break-Even Point meines MBA Studiums erreicht habe. Kurz vor Mitternacht rufe ich meine Schwester an und als wir uns über unsere Snowboard Pläne unterhalten, meine ich: "Hast du schon den Net Present Value berechnet, um St. Anton mit einer Woche am Strand zu vergleichen?" Am anderen Ende der Leitung ist es für einen Moment still. Ich gehe eigentlich davon aus, dass meine Schwester gerade ihren Rechner hochfährt, um in Excel nach der richtigen Antwort zu suchen. Gerade als ich sie bitten will noch Standarddeviation und Variance zu berechen, sagt sie: "Hör mal Schwesterchen, du bist ja schon total verstrahlt. Wenn man wieder normal mit dir reden kann, dann meld dich doch einfach wieder!".

Aha! Warum? Unterhalten sich nicht alle Menschen so? Haben meine Eltern keinen Return on Investment kalkuliert, als sie sich damals das Ja-Wort gaben? Sollte man vor dem ersten Date nicht eine Risk Analysis machen, um zu bestimmen, wie hoch die Chancen sind einen Korb zu bekommen? Lustige Urlauber mit Strohhütten auf dem Kopf und Sonnencreme unterm Arm zeichnen doch noch einen Decision Tree, bevor sie sich endgültig zwischen Hawaii und Sardinien entscheiden, oder? Wie sollten sie sorglos in den Flieger steigen können, wenn die Internal Rate of Return nicht bekannt ist?

Verwirrt gehe ich ins Bett und stelle meinen Wecker für den nächsten Morgen, weil wir am Sonntag Vormittag ein Teammeeting haben, um das Group Paper für Decision Analysis zu besprechen. Bevor mir die Augen zufallen denke ich daran, dass ich am Wochenende eigentlich noch ins Fitnessstudio wollte. Ob ich die investierte Zeit wohl unter Kosten für Instandhaltung bilanzieren kann?


Ist das ganze Leben ein Countdown?

¡Hõla! In zwei Tagen beginnt also der Rest unseres Lebens. Um uns adäquat auf den Start des MBA Programms vorzubereiten ist unsere Gnadenfrist mit einem zweitägigen Orientation Seminar ausgefüllt. 206 Studenten aus 43 Nationen versammelten sich heute Vormittag im größten Vorlesungsraum, um beispielhaft die Teammeetings zu besprechen, die wir ab Mittwoch jeden Tag in einer Gruppe mit neun Studenten haben werden. Der "Business Case" zum heutigen Kick-start beschäftigt sich mit der Frage, ob sich zwei Bergsteiger, die zum gleichen Zeitpunkt mit dem Auf- bzw. Abstieg beginnen, zu irgendeiner Zeit am selben Punkt treffen. Der Ingenieur neben mir beginnt sofort seitenweise Formeln zu berechnen und Diagramme aufzuzeichnen. Ein ehemaliger Unternehmensberater zwei Reihen vor mir startet seinen Laptop und arbeitet dann parallel in Excel und PowerPoint. Die profunde Diskussion dauert eine Stunde lang, wobei wir uns demokratisch in zwei Lager ("Ja, sie treffen sich"; "Nein, sie treffen sich nicht.") aufgeteilt haben. Ich fühle mich nicht in der Lage an der Auseinandersetzung mit aktiven Beiträgen teilzunehmen, da ich vom Wochenende immer noch traumatisiert bin.

Am Samstagvormittag habe ich die Implementierung meines Projektes "äußere Umstände für nächtelanges Vorbereiten von Business Cases" abgeschlossen. Heute kann ich sagen, dass ein Besuch bei Ikea in Barcelona an einem Samstag mindestens so herausfordernd ist wie eine komplizierte Return on Investment Berechnung. Der Transport meines neuen (schwedischen) Schriebtischstuhls hat mich vor fast unüberwindbare Hindernisse gestellt. Meinen ersten Lösungsansatz (das Paket gebückt gehend auf dem Rücken zu transportieren) betrachtete ich als fehlgeschlagen, als mir eine junge Mutter (vermutlich aus Mitleid?) einen Euro in die Hand drückte. Am Plaza España dachte ich kurz darüber nach, ob ich nicht gleich mit dem Zusammenbauen beginnen könnte und den letzen Kilometer zu meiner Wohnung dann rollend in meinem neuen Schreibtischstuhl zurückzulegen. Als wir (Stefano (Wie kommt ein Stuhl zu diesem Namen? Noch dazu ein Schwedischer?) und ich) dann endlich zu Hause ankamen, habe ich mir geschworen, mich zumindest für den Rest des Jahres nur noch theoretisch mit der erfolgreichsten schwedischen Möbelkette auseinanderzusetzen.

Seit dem Ende des Spanischkurses vor zwei Wochen haben sich die Sprecher der Accounting Pre-Courses und der Career Week bemüht, uns zumindest stündlich daran zu erinnern, dass sich unser Leben ab dem 1. Oktober dramatisch ändern wird.

Ich persönlich vermute, dass wir alle das Gefühl haben werden, dass eine Reinkarnation stattgefunden hat und wir als Hamster wiedergeboren wurden, die den ganzen Tag rennend in ihrem Rad verbringen. Die generelle Empfehlung ist, sich mit jedem Business Case drei Stunden auseinanderzusetzen. Vor und nach den Vorlesungen treffen sich die Teams, um die Cases zu besprechen. Da wir uns pro Tag mit drei Cases beschäftigen müssen, bedeutet das, dass ich täglich sechs Stunden habe, um zu schlafen, zu essen und mir zu überlegen, welche Schuhe zu meinem Outfit passen.

Hat schon jemand das Patent für den 36 Stunden Tag angemeldet?


Wo liegt eigentlich Bunol?

¡Hola! Nach fast drei Wochen Intensivsprachkurs Spanisch an der IESE Business School bin ich gerade dabei mich auf eine der nächsten Sendetermine für "Wetten dass..." vorzubereiten. Nachdem ich meine Komilitonen nun schon fast einen Monat kenne, bin ich mir sicher, dass ich die Namen von 150 Studenten aus über 40 Nationen phonetisch korrekt aussprechen könnte.

Um uns auf den Zeitdruck und Schlafmangel der kommenden Monate adäquat vorzubereiten, sind wir in den letzten Wochen jede Nacht bis zum Morgengrauen in der Mission "Analyse des katalanischen Nachtlebens" unterwegs gewesen. Nach diesem relativ oberflächlichen Zeitvertreib, beschloß ich letzte Woche, dass es an der Zeit war, mit Erhebungen für unser Intercultural Management Seminar zu beginnen. Zusammen mit 25 anderen (interkulturell interessierten) IESE Studenten machten wir uns im Morgengrauen auf den Weg zum alljährlichen La Tomatina Festival in Bunol. Das Prinzip ist vor allem für alle Rheinländer einfach zu erfassen und vermutlich auch relativ einleuchtend. Im Abstand von etwa zehn Minuten fahren Lastwagen durch den kleinen malerischen Ort, die jeweils randvoll mit Tomaten beladen sind. Die Menschen in den überfüllten Straßen rufen euphorisch "Tomate, tomate" [Tohomahateee!] - wobei ich mir sicher bin, dass keiner der Einwohner inmitten der Menschenmassen zu finden ist; statt dessen haben sich die Anwohner auf den Balkonen mit gutem Sichtfeld zusammengerottet und verhalten sich kulinarisch und akustisch wie im Mittelalter, als die Dorfdeppen noch durch den Ort getrieben wurden.

Die Organisatoren auf den Lastwagen zögern angesichts des Schlachtrufes nicht lange und beginnen die Wartenden zu berwefen. Das stellt sich dann ganz ähnlich dar, wie in Köln und Düsseldorf, wenn das Fußvolk "Kammele" verlangt, nur dass man in Bunol nicht mit Schokolade oder Gummibärchen, sondern mit reifen Tomaten beworfen wird. Die Zugereisten in den Straßen (wie gesagt, alle Anwohner lachen sich auf ihren Aussichtsposten angesichts des Spektakels total kaputt) sind von dem Spiel so begeistert, dass alle Gemüseteile, die auf dem Boden landen und noch einigermaßen als Wurfgeräte verwendbar sind, sofort dem Nächstbesten an den Kopf gehauen werden. Nach etwa anderthalb Stunden ist die eigentliche Schlacht vorbei, durch den Ort fließt Tomatensaft auf Kniehöhe und alle sehen aus wie Sau. Mit meinen blonden Haaren und der hellen Kleidung (weiße T-Shirts sind Pflicht an diesem Tag in Bunol) erinnerte ich aber wohl eher an einen Topf Spaghetti Napoli. Neben den Dorfbewohnern haben an diesem Tag auch die Fruchtfliegen ihre wahre Freude und halten Massenversammlungen auf den Menschen in den Straßen ab. Auf dem Weg zurück zum Auto, stelle ich fest, dass die Subject Matter Experts des Events (vermutlich handelt es sich um langjährige Fans der Veranstaltung) perfekt vorbereitet in Bunol angekommen sind. Menschen mit Schwimmerbrillen (aus eigener Erfahrung kann ich nun bestätigen, dass man besser Tomaten auf als in den Augen haben sollte) und Schnorcheln (dafür habe ich nun wirklich keine Erklärung) kommen uns entgegen. Die Erinnerungsfotos haben jetzt einen Ehrenplatz in meinem Schreibtisch und eines schönen Tages werde ich sie meinen Enkelkindern zeigen und dabei sagen: "Und dafür hat eure Omi 54.000 Euro ausgegeben."


Warum gibt es One-Way Tickets?

¡Hola! Da ich ja in den letzten verbleibenden Wochen in Freiheit - sprich vor Beginn meines MBA Studiums - Urlaub hatte, habe ich es mir angewöhnt, jeden Morgen meinen persönlichen Rekord für den Weg zum Briefkasten zu unterbieten. Schließlich ist es immerhin im Bereich des Möglichen, dass eine entfernte Erbtante aus Südamerika mir eine Millionen Euro vermacht, ich wegen Lampenfieber an Amnesie leide und deswegen überrascht feststelle, dass ich sechs Richtige im Lotto habe (obwohl ich mich nicht erinnern kann, den Schein ausgefüllt zu haben) oder eine mir bisher unbekannte Wohltätigkeitsorganisation "Rettet den MBA" (oder so ähnlich) festgestellt hat, dass mein Projekt moralisch und vor allem finanziell unterstützt werden sollte. Dies alles sollte mir doch wohl schriftlich mitgeteilt werden und so klingen die Schritte des Briefträgers vor der Wohnungstür für mich wie das Läuten des Weihnachtsglöckchens als ich gerade fünf Jahre alt war und mit den Buchstaben "MBA" vermutlich das Spiel des Jahres assoziiert hätte.

Neben der Speisekarte des neuen Pizza Express um die Ecke, der mir Pizza Spezial mit Extrakäse andrehen will (vermutlich mit einem Kaloriengehalt, der eine fünfköpfige Familie zehn Tage über Wasser halten könnte) und der Telefonabrechnung findet sich tatsächlich ein mysteriöser weißer Umschlag. Ha! Ich überlege, ob ich zuerst den Sekt kalt stellen oder die Bank anrufen soll ("Ich erwarte im Laufe des Tages eine sechsstellige Gutschrift auf meinem Konto."). Immer noch zwischen beiden Möglichkeiten hin und her gerissen, öffne ich den Umschlag und sehe den Schriftzug der Air Berlin. Mein Flugticket nach Barcelona ist da. Ich bin enttäuscht von der Deutschen Post und meiner südamerikanischen Erbtante (von deren Existenz ich mittlerweile überzeugt bin). Und während ich noch überlege, ob eine Klage gegen die Post wegen fortlaufender Zustellung von Schriftstücken, die sich negativ auf meinen Gemütszustand auswirken, in den USA wohl Erfolg hätte, fällt mir auf, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben nur einen Hinflug (one-way auf neudeutsch) gebucht habe. Bei meinen bisherigen Auslandsreisen wurde ich von der panischen Angst verfolgt, Reisepass, Bargeld und vor allem den Rückflugschein zu verlieren. Ist das nun ein Omen? Und warum bieten Fluggesellschaften überhaupt one-way Tickets an?

In diesem Zusammenhang (welchem?) fällt mir wieder ein, dass das "maximal 20 Kilo Gepäck pro Passagier" Problem immer noch nicht gelöst ist. Allein mein - auf das absolute Minimum reduziertes - Schuhwerk wiegt mehr als 20 Kilo. Eigentlich müssten Passagiere, die nur die einfache Strecke gebucht haben, doch das doppelte an Gepäck mitnehmen dürfen. Schließlich muss Air Berlin weder mich noch meine Schuhe zurück nach Deutschland transportieren. Waren one-way Tickets ursprünglich als Abschiedsgeschenk für Scheidungswillige geplant? Man bucht für sich selbst den Rückflug mit und lässt den Ex-Lebensabschnittsgefährten in Kuala Lumpur zurück. Oder ist es Ausdruck der freiheitsverwöhnten Generation Ally / Golf ("Ich kann überall hin" - nur leider nicht mehr zurück.)? Ich werde gleich mal bei der Hotline von Air Berlin anrufen und nachfragen, wieso sie mich erstens nicht wieder mit nach Hause nehmen wollen und zweitens (viel schlimmer), warum ich den Großteil meiner Schuhe in Deutschland zurück lassen muss (welche Mutter würde ihren Kinder das antun?).

Schade, heute war der Brief von der Lottoannahmestelle also wieder nicht dabei. Aber ich gebe nicht auf. Schließlich pflegt meine Omi zu sagen: "Was lange währt, wird endlich gut." Und sie muss es wissen, auch ohne MBA.


Wer erfand die Chaostheorie?

¡Hola! Na also. Mein Intensivsprachkurs Spanisch bewährt sich schon. Zumindest habe ich mir bereits die allgemein übliche Begrüßungsformel eingeprägt. Darüber hinaus ist momentan aber alles weniger einleuchtend. Ein Manager erläuterte mir auf meinem letzten Projekt, dass sich das obere Management dadurch auszeichnet, Entscheidungen unter Unsicherheit treffen zu können. Eigentlich lässt dies nur die Schlussfolgerung zu, dass unser Master of Business Adminsitration schon vor dem offiziellen Studienbeginn angefangen hat. Die spanischen Banken hüllen sich angesichts der endgültigen Entscheidungen unserer Kreditanträge in vornehmes Schweigen. Wilde Gerüchte in unserem MBA Forum sind die Folge. Einige Studenten haben sich bereits dazu entschieden, ihren IESE Platz ins Jahr 2004 zu "schieben". Um die Verwirrung komplett zu machen, werden in unregelmäßigen Abständen offizielle Mitteilungen der beteiligten Banken an alle Forum Teilnehmer verschickt, die als Betreff "Orakel von Delphi - bitte selber interpretieren!" haben sollten.

Spekulationen, inwiefern unsere finanziellen Aufwendungen von der Steuer abzusetzen sind, werden diskutiert und dazwischen mischen sich persönliche Mitteilungen meiner zukünftigen Kommilitonen ("Unsere Tochter ist da!", "Wir haben geheiratet!"). Bei einer durchschnittlichen E-Mail Flut von täglich etwa 30 Mitteilungen, bin ich mittlerweile komplett verwirrt. Wer hat wen geheiratet? Der MBA Admissions Director den Leiter der Banco Santander? Wie war das mit dem Baby? Muss jeder MBAler ein Kind adoptieren, das dann den Kreditantrag ausfüllt? Und was stimmt bezüglich der Steuern? Sind es nun Kosten für Instandhaltung, wenn ich alle paar Wochen nach Hause fliege, um Hund und Familie zu besuchen?

IESE unterhält laut Info-Broschüre Kontakte zu Unternehmen in über 70 Ländern. Mir scheint es, als ob sie für ihren "Pre-MBA-Chaoskurs" auch etliche deutsche Firmen gewinnen konnten. Meine Versicherung teilt mir mit, dass der Rechtsschutz nur bestehen bleibt, wenn ich einen zweiten (deutschen) Wohnsitz beibehalte, aber nur für Staaten der EU und Anrainer und außerdem dann keinen Verkehrsschutz mehr enthält. Im Antrag für Auslands-BaföG werden Informationen abgefragt, die akribische Detektivarbeit erfordern. Ich rechne schon damit, dass ich in einem nächsten Schritt sämtliche Ferienjobs meiner Großmutter in chronologischer Reihenfolge angeben soll.

Die private Krankenversicherung bietet kleine und große Anwartschaft (soll heißen teure und teurere Anwartschaft) und jedes Mal wenn ich mit einem freundlichen Mitarbeiter der Bundesanstalt für Angestellte telefoniere bekomme ich eine andere Auskunft bezüglich der Sozialversicherungsbeiträge für meine Zeit im Ausland. Ist das ein Optionsmodell? Und wenn ja, schließt das dann einen möglichen Totalverlust ein?

Als worst-case Szenario habe ich mich mittlerweile darauf eingestellt, dass ich - wenn alle Stricke reißen - meine Erfahrungen autobiografisch mit meinen Mitmenschen teilen könnte. Vielleicht leiht mir Dieter seinen Buchtitel und ich schreibe dann "Nichts als die Wahrheit".


Ist das ein Sommerloch?

Hallo ihr Lieben! Die Zeit zwischen Juni und September wird von den Medien ja gerne genutzt, um alte Geschichten wieder aufzuwärmen oder langweilige Nebensächlichkeiten als "Breaking News" zu verkaufen. Gemeinhin nennt man diese Zeit "Sommerloch". Da es nichts Neues gibt, weil alle unter der Hitze leiden und sich schon längst in südliche Gefilde abgesetzt haben (zum Beispiel nach Venedig), müssen eben Geschichten aus der zweiten Reihe herhalten. Barcelona ist da keine Ausnahme. Im August - so hört man - bricht das öffentliche Leben unter einer Mischung aus Smok und Hitze in sich zusammen und fegt die ganze Stadt leer. Deshalb wurde uns - der MBA Class 2005 - geraten, sich möglichst vor oder nach diesem Monat des Stillstands, um eine Wohnung zu kümmern. Unser Spanisch-Intensivkurs beginnt am 18. August in einer (vermutlich) menschenleeren Metropole. So habe ich mich also letzte Woche auf den Weg gemacht, um frühzeitig und gut organisiert - wie für Deutsche üblich - eine Wohnung zu finden. Mein Ziel schon von zu Hause aus alle Termine zu vereinbaren, scheiterte daran, dass die spanischen Vermieter sich überrascht und unwillig zeigten angesichts der Tatsache sich schon Tage vorher auf eine Uhrzeit festlegen zu müssen. Spontan und flexibel - wie für Spanier üblich - werden Termine für Besichtigungen der Wohnung ausgemacht.

Ich ließ mich davon nicht beirren und marschierte mit Stadtplan und Terminkalender - damit für alle nicht nur wegen meiner hellen Haare als Touristin erkennbar - durch die Stadt. Zwei Stunden nach Ankunft hatte ich meinen ersten Termin im Stadtteil Gracia. Der junge Mann war sehr freundlich, führte mich durch jedes Zimmer der schönen Wohnung und meinte zum Schluss: "Mein Lebensgefährte und ich wollen nicht nur Teil einer Wohngemeinschaft sein. Wir wollen, dass alle zusammen essen und über die Probleme des Tages sprechen!" Manchmal gab es für meine Sprachlosigkeit auch andere Gründe, als nur meine mangelnden Spanischkenntnisse.

Am nächsten Tag lief ich durch schmale Gässchen, um pünktlich bei der Vermieterin zu sein, die das Zimmer in ihren E-Mails als modern, groß und hell beschrieben hatte. Als ich eine halbe Stunde später wieder auf der Straße stand, überlegte ich, ob man in Spanien wohl schief angeschaut wird, wenn man mittags um Vier einen Schnaps in der nächsten Kneipe bestellt. Während ich noch unschlüssig dastand, kam eines der vier Kinder - die zusammen mit ihrer allein erziehenden Mutter in der 70 Quadratmeter Wohnung leben - aus der Tür, um sich nochmals zu vergewissern, ob ich nicht doch Interesse an dem fünften Kinderzimmer hätte.

Letztendlich habe ich mich - erschöpft von der Wohnungssuche, der Hitze und dem Nachtleben (jetzt weiß ich endlich auch, warum es "Morgengrauen" heißt) - dazu entschlossen, eine komplette Wohnung von IESE Absolventen zu übernehmen. Schließlich lassen sich Case Studies sicherlich einfacher lesen, wenn man mit vier Kommilitonen in einer Wohngemeinschaft lebt, als wenn das dritte Kinderzimmer gleich rechts nebenan ist.

Und wie hat meine Oma schon immer gesagt: "Geteiltes Leid ist halbes Leid!" Bleibt nur zu hoffen, dass nach den ersten Wochen kein Schild mit "Zickenalarm" an meiner Zimmertür hängt.


Sind Legebatterien in Spanien erlaubt?

Hallo ihr Lieben! Ich sitze gerade in einer Jugendherberge in Barcelona - kein Spaß, ich bin ja immer noch mit der Konsolidierung meines Haushaltsplanes beschäftigt - und lese Wohnungsanzeigen. Ehrlich gesagt rechne ich damit, dass jede Minute Kurt Felix und Paola um die Ecke kommen und "Verstehen Sie Spaß?" rufen.

Nach sechs Wochen Wohnungssuche von Deutschland aus wäre die Antwort darauf definitiv "Nein!". Eigentlich bin ich im Bezug auf die eigenen vier Wände während meines MBA nicht besonders anspruchsvoll. Ich habe vor in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. Erstens weil ich mir alles andere nicht leisten könnte - bis vor kurzem war noch ein Hauszelt auf dem nahe gelegenen Campingplatz im Gespräch. Zweitens weil ich schließlich Spanisch lernen möchte und das am liebsten in einer WG, in der ich nebenher noch mit Tapas und Paella bekocht werde. Und drittens weil mir die WG Erfahrung in meinem Leben bisher noch fehlt.

Da die IESE über kein Wohnheim verfügt, bleibt den Studenten nur der freie Wohnungsmarkt. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich mit seinen Kommilitonen und anderen IESE Studenten auszutauschen, da viele Zimmer unter der Hand weitergegeben werden und nie in irgendwelchen Datenbanken erscheinen. Außerdem ist es zu zweit oder zu dritt einfacher, eine komplette Wohnung zu übernehmen. Als Ausgangspunkt sind die IESE Housing Database und die Internet Seite http://www.habitatgejove.com zu empfehlen. Auch wenn ihr in eine Wohngemeinschaft ziehen wollt, solltet ihr mit etwa 300 bis 400 Euro monatlich rechnen. Es gibt auch deutlich günstigere Angebote, die sich dann aber überwiegend so darstellen: Geräumige sechs Quadratmeter, ohne Fenster oder wahlweise mit Blick auf den Lüftungsschacht, mit Tisch, Bett und Schrank (auf sechs Quadratmeter?) zum Freundschaftspreis für 280 Euro pro Monat zuzüglich Nebenkosten. Als ich am Telefon erfuhr, dass das Zimmer sechs Quadratmeter groß ist, entfuhr mir - vermutlich recht unqualifiziert: "Im Moment ist mein Kleiderschrank sechs Quadratmeter groß!"

Bei den Inseraten wird zwischen "Interior" und "Exterior" Zimmern unterschieden. Erstere zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich im Inneren der Wohnung befinden, das heißt keine Fenster ins Freie haben. Viele Wohngemeinschaften sind für deutsche Verhältnisse relativ groß, also mit vier bis fünf Bewohnern. Diese haben dann aber oft zwei Badezimmer (eigentlich hatte ich schon ein Patent für meine Erfindung des "Duschmarke ziehen" anmelden wollen, um für geordnete Verhältnisse zu sorgen). Bei der Adresse wird neben der Straße auch grundsätzlich das Viertel angegeben, in dem sich die Wohnung befindet. IESE befindet sich in Pedralbes, einem noblen Wohnviertel im Norden von Barcelona. Bei einer Bleibe mit Meerblick kann man mit öffentlichen Verkehrsmitteln dann schon mal auf eine Wegzeit von bis zu einer Stunde kommen. Meine Empfehlung, um alle Bedürfnisse - Shoppen, Party, Strand und IESE - zeitnah befriedigen zu können, ist eine Wohnung in Gracia, Eixample, Les Corts oder Sant Gervasi. Wenn man nachts nicht mit dem beruhigenden Geplärre von aufheulenden Motoren einschlafen möchte, sollte man außerdem darauf achten, dass die Wohnung oder das Schlafzimmer nicht an einer Hauptverkehrsstraße liegt. In Barcelona sind viele Gebäude recht alt und damit auch sehr lärmempfindlich.

Falls ihr meinen fachmännischen Rat benötigen solltet, könnt ihr euch gerne unter tina_ohmayer@yahoo.de an mich wenden.


Wer ist Millionär?

Hallo ihr Lieben! Noch zwei Monate bis zu meinem Umzug nach Barcelona. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat und einige Flaschen Sekt geleert wurde, habe ich mich mit dem Business Case "22 Monate MBA in Barcelona" auseinandergesetzt. Schließlich habe ich ja BWL studiert!

Obwohl ich die Rechnung mehrfach aufgestellt habe, und noch dazu verschiedene Tools zum Einsatz kamen (Taschenrechner, Excel, die Rückseite der Cosmopolitan), das erschreckende Ergebnis blieb immer dasselbe.

Ganz oben auf der Liste stehen zunächst einmal 54.000 Euro, die jeweils im Oktober 2003 und 2004 als Studiengeld bezahlt werden müssen. Und selbst wenn ich 22 lange Monate darauf verzichten sollte mir regelmäßig Schuhe zu kaufen - in Fachkreisen nennt man das glaube ich "kalter Entzug" - werde ich wohl kaum mit weniger als tausend Euro pro Monat für den Lebensunterhalt auskommen. Damit steht dann unterm Strich die stolze Summe von 76.000 Euro.

Auf den Schock angesichts dieser Summe habe ich zunächst aufgehört, mit Sekt auf meinen MBA Platz anzustoßen und bin direkt zum Tequila übergegangen. Dann habe ich mir überlegt, wie ich nun interessierte Investoren für meinen Business Case gewinnen könnte. IESE bietet zwei verschiedene Kreditmodelle an, in Kooperation mit der Banco Urquijo und der BBVA, um die Studiengebühren zu finanzieren. Dabei hat man die Möglichkeit 90 Prozent bis 130 Prozent der Gesamtsumme (54.000 Euro) als Kredit aufzunehmen. Allerdings haben sich im Vergleich zu den letzten Jahren die Rahmenbedingungen für den Kredit verschärft. War es bisher ausreichend einen MBA Platz an der IESE zu haben, muss nun - je nach Kredithöhe - noch ein Bürge und eine Bankgarantie gestellt werden. Entscheidet man sich für die maximale Kredithöhe (130 Prozent), kann man immerhin 70.200 Euro aufnehmen und damit bereits einen großen Teil der Lebenshaltungskosten decken.

Ich habe mich darüber hinaus für Auslands-BAföG und mehrere Stipendien beworben. Der DAAD bietet eine gute Übersicht über mögliche Stipendien und außerdem findet man dort auch andere nützliche Links. IESE bietet ebenfalls ein Stipendium für den MBA an, um hierfür in Frage zu kommen muss man sich allerdings schon frühzeitig um den MBA Platz bewerben - in diesem Jahr war die Bewerbungsfrist hierfür Januar 2003.

Da man sich für gewöhnlich ja mehrere Monate und zum Teil sogar Jahre vor dem eigentlichen Beginn des MBA Programms mit der Bewerbung auseinandersetzt, empfiehlt es sich natürlich grundsätzlich, auch frühzeitig Mittel für die Finanzierung zur Seite zu legen. Niemand soll denken, dass ich in den letzten Jahren aller verkonsumiert habe! Aber frei nach meinem Anlagemotto "Gewinne begrenzen, Verluste laufen lassen", hat sich mein Depot nicht allzu erfreulich entwickelt. Da ich mittlerweile für Geld beinahe alles tun würde, noch ein letzter Tipp für all diejenigen, die getreu dem Lebensmotto von Verona Feldbusch "Mir ist nichts peinlich" auch vor ausgefallenen Ideen nicht zurück schrecken. Die letzten 10.000 Euro waren auf meinem Investitionsplan mit dem Vermerk "Quiz-Show" versehen. Leider bin ich aber über das Casting nicht hinausgekommen. Sonst hätte ich für den Spott der Nation immerhin zehn Monate in Barcelona finanzieren können!


Ist der GMAT der Sinn des Lebens?

Hallo ihr Lieben! In wenigen Wochen werde ich mein MBA Studium an der IESE Business School in Barcelona beginnen. Ab Mitte August werde ich euch von dort aus auf dem Laufenden halten, aber bis dahin bleibt noch ein wenig Zeit, um über all das zu berichten, was dazu geführt hat, dass ich in drei Monaten mein Leben als Unternehmensberaterin an den Nagel hänge und wieder zu einer mittellosen Studentin werde.

Ich habe nach meinem Abitur ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Berufsakademie Heidenheim mit Fachrichtung Bank absolviert. Die Möglichkeit, ein BWL Studium in relativ kurzer Zeit abschließen zu können, nebenher Praxiserfahrung zu sammeln und darüber hinaus ein regelmäßiges Einkommen zu beziehen, erschien mir weitaus attraktiver als zehn Semester an einer Universität zu studieren. Schon damals plante ich nach einigen Jahren Berufserfahrung ein MBA Studium zu beginnen, um den Bachelor Abschluß des BA Studiums mit einem Master of Business Adminsitration zu ergänzen.

Nach dem Ende meines Studiums habe ich im April 2000 von der Commerzbank zur IT-Beratung Accenture gewechselt. Als ich im Laufe der Zeit mehr Verantwortung auf meinen hauptsächlich Telekommunikations-Projekten übertragen bekam wurde mir bewusst, dass meine Kenntnisse in bestimmten Bereichen wie zum Beispiel Unternehmensstrategie nicht fundiert genug waren. Meine bis dahin wenig konkreten MBA Pläne nahmen Gestalt an und ich begann im Januar 2002 mit dem Bewerbungsprozess. Dabei habe ich mich zunächst auf die Wahl der Schule konzentriert. Da die Bewerbung an einer Business School ein enormer zeitlicher und finanzieller Aufwand ist, wollte ich mich bei maximal fünf Schulen um einen Studienplatz bewerben. Ein Part-Time Programm kam für mich von Anfang an nicht in Frage. Ich wollte mich für die Zeit des Studiums völlig auf den MBA konzentrieren können.

IESE war letztendlich meine erste Wahl, da ich es erstens als großen Pluspunkt empfand eine weitere Sprache zu lernen, zweitens nicht so weit von zu Hause weg wäre, dass ich meinen Freunden und meiner Familie für zwei Jahre würde Lebwohl sagen müssen und 22 Monate in Barcelona für mich drittens nach einer großen, langen Party klangen. Zumindest den letzten Punkt habe ich mittlerweile als Wunschvorstellung enttarnt, da mir berichtet wurde, dass für Shoppen, Beach-Volleyball und Ausgehen bei weitem nicht so viel Zeit bleibt, wie ich eigentlich erwartet hatte.

Nachdem ich mich für die fünf Schulen entschieden hatte, an denen ich mich bewerben wollte, begann die eigentliche Arbeit: die Vorbereitung auf den GMAT. An dieser Stelle möchte ich all jene warnen, die wie ich - im Sommer 2002 - diesen Test als notwendiges Übel im Rahmen einer Bewerbung für eine Business School betrachten, das man am besten so schnell wie möglich und ohne zeitintensive Vorbereitung hinter sich bringt. Es stimmt, der GMAT ist der wichtigste Teil der Bewerbung. 700 Punkte bedeuten nicht, dass man von seiner persönlichen Top Schule angenommen wird, aber 500 Punkte bedeuten, dass die Chancen dafür denkbar schlecht sind. Ein Wochenende am Badesee mit einem "How to crack the GMAT CAT" Ratgeber überzeugten mich, dass aus dem geplanten Test fünf Tage später nichts werden würde. Statt dessen nahm ich mir einen Monat Urlaub, erledigte Hamsterkäufe im Supermarkt und beschäftigte mich vier Wochen lang nur mit Sentence Correction, Critical Reasoning und dem Rest des Albtraums. Wann die Vorbereitung für den großen Tag ausreichend ist, kann man generell vermutlich nicht sagen. Ich beschloss, dass es an der Zeit war das Test Center anzurufen, als ich meiner Freundin, die mir ihren Liebeskummer klagte, das Problem Solving Konzept von Kaplan erläuterte und mir beim Zubereiten einer Tiefkühlpizza mit Extrakäse überlegte, welche Lösung beim Teil Data Sufficency hinsichtlich der Gesamtkalorien meines Abendessens richtig wäre.

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