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ifo: Stimmungsaufschwung geht am Arbeitsmarkt vorbei

(dpa-AFX) München - Der Arbeitsmarkt kann nach Angaben des ifo Instituts auch weiterhin kaum vom Stimmungsaufschwung in der deutschen Wirtschaft profitieren. In den meisten Branche werde sich der Stellenabbau fortsetzen, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut in seinem Konjunkturtest für den Monat Juli. In einzelnen Bereichen wie der ostdeutschen Bauwirtschaft könnte sich der Arbeitsplatzabbau sogar in den nächsten Monaten beschleunigen.

(dpa-AFX) München - Der Arbeitsmarkt kann nach Angaben des ifo Instituts auch weiterhin kaum vom Stimmungsaufschwung in der deutschen Wirtschaft profitieren. In den meisten Branche werde sich der Stellenabbau fortsetzen, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut in seinem Konjunkturtest für den Monat Juli. In einzelnen Bereichen wie der ostdeutschen Bauwirtschaft könnte sich der Arbeitsplatzabbau sogar in den nächsten Monaten beschleunigen.

Der viel beachtete Geschäftsklimaindex des Instituts war im Juli von 94,6 auf 95,6 Punkte gestiegen. Optimistischer zeigten sich unter anderem die Industrie-Betriebe, berichtete das Institut. "Nur noch etwa jeder fünfte Testteilnehmer klagte über Produktionsbehinderungen durch Auftragsmangel." Vor allem wegen einer lebhaften Nachfrage aus dem Ausland rechnet das Verarbeitende Gewerbe auch in den kommenden Monaten mit besseren Geschäften. Arbeitsplätze werden dabei der Umfrage zufolge aber kaum entstehen. "Der Beschäftigtenabbau wird sich nahezu unverändert fortsetzen."

In anderen Branchen sieht es nicht viel besser aus. Auch in der westdeutschen Bauwirtschaft werde sich das Tempo des Personalabbaus in der nächsten Zeit nicht verlangsamen, hieß es. Per saldo wollten 37 Prozent der Unternehmen die Zahl der Mitarbeiter verringern. Im westdeutschen Einzelhandel zeichnet sich dagegen ein leicht gebremster Stellenabbau ab. Derzeit gehen per saldo 12 Prozent der Firmen von weiterem Stellenabbau aus. Vor einem Jahr waren es 17 Prozent, vor einem Monat 14 Prozent. Im ostdeutschen Einzelhandel gehen dagegen per saldo 27 Prozent der Firmen von einer weiteren Abnahme der Mitarbeiterzahl aus.

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