Ifo: Talsohle durchschritten
Hoffnung für Elektroindustrie

Die Krise der deutschen Elektroindustrie scheint sich beendet zu sein. Zahlreiche Unternehmen sehen sich wieder auf dem Weg der Besserung. Auch das Ifo-Institut erwartet nach den Rückschlägen des vergangenen Jahres weider eine Erholung.

HB MÜNCHEN. "Die überaus starke Zunahme der Auftragseingänge der Monate Juli und August 2003 lässt erwarten, dass die Talsohle durchschritten ist und die Wachstumskräfte wieder auf breiter Front die Oberhand gewinnen", erklärte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Freitag. Im kommenden Jahr verbesserten sich die Aussichten der Branche, die Produktion werde um zwei bis drei Prozent zum Vorjahr steigen. Schon 2003 erwartet das Institut ein Produktionsplus von real einem Prozent. Allerdings dürften die Unternehmen angesichts steigender Kosten wohl noch keine höheren Erträge verbuchen.

Das vergangene Jahr war für die Branche dem Institut zufolge das schlechteste seit der Rezession 1993. Die Produktion schrumpfte real um 4,9 %, der Umsatz sank um 3,4 %. Mehrere Gründe sprechen nach Einschätzung der Ifo-Forscher für eine Wende zum Besseren in der Elektroindustrie: In Deutschland dürfte 2004 wieder mehr investiert werden, und die Bürger gäben wieder mehr für den Konsum aus. Auch die Nachfrage im Ausland nach den Produkten der traditionell stark exportorientierten Elektroindustrie werde sich beleben. Allgemein erwarten die führenden Forschungsinstitute - zu denen auch das Ifo zählt - ein Wirtschaftswachstum in Deutschland von 1,7 %.

Allerdings gehen die Ifo-Forscher nicht davon aus, dass sich die Ertragslage in der Elektroindustrie 2004 verbessern wird. Vor allem dürften die Kosten - insbesondere die Arbeitskosten wegen des hohen Tarifabschlusses im Juni 2003 - steigen. "Der Wettbewerb wird unverändert hart bleiben", schließen die Forscher.

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