Ifo-Umfrage
EDV-Branche kämpft mit Einbußen

Die Stimmung in der deutschen Software- und Datenverarbeitungsbranche hat sich einer Studie des Münchener Ifo-Instituts zufolge im zweiten Quartal 2002 weiter verschlechtert.

Reuters/vwd MÜNCHEN. Nur 18 Prozent der insgesamt 169 befragten Unternehmen beurteilten ihre Geschäfte günstig, 29 Prozent aber als schlecht, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut mit. Gut die Hälfte schätzten ihren Geschäftsverlauf als befriedigend ein. Insgesamt habe sich binnen Jahresfrist der Anteil der negativen Urteile zur Geschäftslage verdreifacht.

Nach dem erstmaligen Umsatzrückgang bei den DV-Dienstleistern im ersten Quartal lägen die Erlöse im zweiten Quartal noch stärker unter den Vorjahreswerten. Nur jedes zehnte befragte Unternehmen rechne im dritten Quartal mit einem Umsatzplus. Für das zweite Halbjahr rechnen vor allem größere Firmen mit einem günstigeren Geschäftsverlauf, während die kleineren Betriebe überwiegend pessimistisch in die nähere Zukunft blicken.

Zugleich hat sich nach Ifo-Angaben der Arbeitsplatzabbau in dem Wirtschaftszweig beschleunigt. Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Softwarebranche sei im zweiten Quartal 2002 um zwei Prozent gesunken. Im ersten Quartal habe das Minus nur ein Prozent betragen.

Die weltweite Konjunkturflaute habe darüber hinaus das Problem des Fachkräftemangels in den Hintergrund gedrängt. So klagten nur noch sechs Prozent der Unternehmen über fehlende Software-Experten, während 60 Prozent von einer schwierigen Auftragslage berichteten. Zuletzt beschäftigte die Branche nach Ifo-Schätzungen in Deutschland rund 330 000 Mitarbeiter.

Quelle: Handelsblatt

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