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IfW erwartet höheres Wachstum 2004 - Ölpreise dämpfen Auftrieb

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Konjunkturprognose 2004 für Deutschland zwar erneut angehoben, sieht aber in den höheren Ölpreisen einen Dämpfer für weiteres Wachstum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2004 um 1,9 % wachsen, teilte das Kieler Institut am Mittwoch mit. Erst im Juni hatten die Wirtschaftsforscher ihre Prognosen wegen der kräftigen Auslandsnachfrage von ursprünglich 1,6 auf 1,8 % angehoben. Für 2005 erwartet das IfW 1,2 % statt 1,3 % Wachstum.

dpa-afx KIEL. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Konjunkturprognose 2004 für Deutschland zwar erneut angehoben, sieht aber in den höheren Ölpreisen einen Dämpfer für weiteres Wachstum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2004 um 1,9 % wachsen, teilte das Kieler Institut am Mittwoch mit. Erst im Juni hatten die Wirtschaftsforscher ihre Prognosen wegen der kräftigen Auslandsnachfrage von ursprünglich 1,6 auf 1,8 % angehoben. Für 2005 erwartet das IfW 1,2 % statt 1,3 % Wachstum.

Das erneute Anziehen des Ölpreises dürfte dazu führen, dass die Konjunktur in der zweiten Hälfte dieses Jahres etwas schwächer verläuft als bisher erwartet, schreiben die Konjunkturexperten. "So wird die Inlandsnachfrage gedämpft, und die Konjunktur im Ausland leidet ebenfalls unter dem höheren Ölpreis." Auch für das kommende Jahr zeichne sich ein weiteres Nachlassen der Auftriebskräfte ab.

Arbeitsmarktlage Wird Sich Leicht Verbessern

"Insbesondere werden sich die Zuwächse beim Export angesichts einer etwas langsameren Gangart der Weltkonjunktur abflachen." Die Binnennachfrage werde zwar durch das insgesamt positive außenwirtschaftliche Umfeld und günstige Zinsen angeregt. Dies dürfte jedoch an der Wachstumsverlangsamung nichts ändern.

Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich nach Einschätzung der Experten etwas verbessern, wozu auch die Reformen der Agenda 2010 beitrügen. Die Zahl der Arbeitslosen 2005 gibt das IfW mit 4,290 Mill. an nach 4,359 Mill. in diesem Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen werde sich voraussichtlich um 140 000 erhöhen, wovon die Hälfte im Zuge der "Hartz"-Maßnahmen in geringfügig bezahlten Beschäftigungsverhältnissen tätig werden. "

Defizit

Grundsätzlich steigen mit den Reformen die Anreize zur Arbeitsaufnahme deutlich." Das Einsparvolumen durch das Arbeitslosengeld II, der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe, bezifferte das Institut auf 1,0 Mrd. ?.

Die Ausgaben des Staates dürften laut IfW 2005 durch Einsparungen bedingt nur wenig, "jedenfalls schwächer als das Bruttoinlandsprodukt steigen". Das Haushaltsdefizit des Staates werde im Verhältnis zum BIP die 3-Prozent-Marke abermals deutlich übertreffen, hieß es.

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