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IfW senkt Wachstumsprognosen 2004 und 2005 für Deutschland deutlich

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat wegen einer unerwartet kräftigen Abschwächung der Weltwirtschaft seine Wachstumsprognosen für Deutschland für die Jahre 2004 und 2005 gekappt.

dpa-afx KIEL. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat wegen einer unerwartet kräftigen Abschwächung der Weltwirtschaft seine Wachstumsprognosen für Deutschland für die Jahre 2004 und 2005 gekappt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2004 lediglich um 1,7 Prozent wachsen, teilte das Kieler Institut am Donnerstag in seiner jüngsten Konjunkturprognose mit. Erst im September hatten die Forscher ihre Prognosen auf 1,9 Prozent angehoben.

Für 2005 senkte das IfW wegen der erwarteten Abschwächung des Exportbooms seine Wachstumsprognose erneut von 1,2 auf 0,8 Prozent. Damit bleibe das Wachstum unter dem Produktionspotenzial von etwa einem Prozent. "Die Weltkonjunktur wird um einiges schwächer laufen als vor drei Monaten noch erwartet", sagte IfW-Deutschlandexperte Carsten-Patrick Meier zur Begründung. Der Aufschwung habe Ende 2004 seinen Höhepunkt überschritten. Nach einer Konjunkturdelle sei Ende 2005 ein neuer kleiner Aufschwung zu erwarten. Für 2006 rechnen die Forscher mit einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent.

In Deutschland ist dem Institut zufolge eine "spürbare Verlangsamung" der Konjunktur festzustellen. Mit der geringeren Dynamik der Exporte, die für die erste Hälfte 2005 zu erwarten sei, werde sich die Konjunktur merklich abkühlen. Auch der starke Euro belaste. Die Binnenwirtschaft dürfte unterdessen auch im ersten Halbjahr 2005 keine Impulse liefern. Eine eigenständige Dynamik sei nicht absehbar.

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