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IG Metall-Chef Peters sieht Chancen für Opel-Einigung

Im Konflikt um Massenentlassungen beim Autobauer Opel sieht IG Metall-Chef Jürgen Peters Chancen auf eine Einigung am Verhandlungstisch. Peters verwies am Dienstag in Berlin auf einen Brief der Opel-Unternehmensführung an die IG Metall-Spitze.

dpa-afx BOCHUM/RÜSSELSHEIM/BERLIN. Im Konflikt um Massenentlassungen beim Autobauer Opel sieht IG Metall-Chef Jürgen Peters Chancen auf eine Einigung am Verhandlungstisch. Peters verwies am Dienstag in Berlin auf einen Brief der Opel-Unternehmensführung an die IG Metall-Spitze. Darin habe sich das Management zu einer Lösung bereit erklärt, um die Fortführung der gefährdeten Standorte über 2010 hinaus zu sichern. Dies sei "eine gute Voraussetzung, jetzt zu einem Erfolg zu kommen". Peters ließ offen, ob die streikenden Arbeiter zur Arbeit zurückkehren sollen.

Die Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Arbeit im Bochumer Opel-Werk sollte zur Mittagsschicht - also am Dienstagnachmittag - fallen. Dies kündigte Belegschaftssprecher Paul Fröhlich an.

Der "wilde" Streik im Opel-Werk Bochum legte auch die Produktion in zwei anderen Werken lahm. Am Opel-Hauptsitz in Rüsselsheim wurde die Vectra-Fertigung wegen fehlender Zulieferungen gestoppt, wie Opel mitteilte. Zuvor hatte bereits das Werk Antwerpen mitgeteilt, die Bänder wegen Teilemangels abzuschalten.

Zehntausende Opel-Arbeiter und Angehörige an den Standorten Bochum, Rüsselsheim und Kaiserslautern hatten am Vormittag gegen einen Stellenabbau protestiert. Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz griff das Management des Mutterkonzerns General Motors (GM) auf einer Kundgebung mit 20 000 Menschen vor dem Stammwerk in Rüsselsheim scharf an: "Kein Manager hat es sich je erlaubt, so über die eigenen Marken herzuziehen wie die Bosse von GM in Detroit und Zürich."

Nach Angaben des Betriebsrates nahmen europaweit rund 50 000 Beschäftigte von Opel, Saab und Vauxhall an den Protestaktionen teil. Auch drei GM-Werke in Brasilien hätten sich dem Aktionstag angeschlossen. In Polen solidarisierten sich die Arbeiter im oberschlesischen Werk Gliwice (Gleiwitz).kp/mi/sew/ek/cs /DP/zb

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