IG-Metall: Die Abgeltungssteuer sei sozial ungerecht
Abgeltungssteuer spaltet die Gemüter

Die IG Metall hat die geplante Abgeltungsteuer für Zinseinkünfte als "Mogelpackung" abgelehnt. Für den BDI ist die Steuer hingegen ein wichtiger Schritt nach vorne.

HB/dpa/vwd FRANKFURT. Die IG Metall hat die geplante Abgeltungsteuer für Zinseinkünfte als "Mogelpackung" abgelehnt. Das Ziel, die Besitzer großer Vermögen wieder stärker zur Finanzierung staatlicher Gemeinschaftsaufgaben heranzuziehen, werde damit nicht erreicht, erklärte IG-Metall-Vize Jürgen Peters am Montag in Frankfurt. Die Abgeltungssteuer sei sozial ungerecht, weil sie die Besitzer großer Vermögen entlaste. Deshalb sei sie keine Alternative zur Vermögensteuer.

"Ihr einziger Zweck ist es, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen eine goldene Brücke für die Verabschiedung von ihren Pläne zur Wiedereinführung der Vermögensteuer zu bauen", meinte Peters. Die IG Metall halte weiter an ihrer Forderung nach Wiedereinführung der Vermögensteuer wie auch einer normalen Besteuerung von Zinseinkünften und Veräußerungsgewinnen aus Wertpapiergeschäften fest. Zinseinkommen müssten nach den gleichen Maßstäben versteuert werden wie normale Arbeitseinkommen.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) bewertete die von der Bundesregierung geplante pauschale Abgeltungssteuer als "wichtigen Schritt nach vorn in der Steuerpolitik". Mit einer solchen Abgeltungssteuer werde die gegenwärtig lückenhafte Besteuerung der Kapitalerträge abgelöst, sagte Klaus Bräunig, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung am Montag in Berlin. Beispiele in Nachbarländern hätten gezeigt, dass bei einer moderaten Ausgestaltung auch Auslandskapital wieder zurückgeholt werden könne. Bräunig forderte, auf die Einführung von Kontrollmitteilungen zu verzichten. Nur dann werde ein weiterer Aufbau einer unübersehbaren Bürokratie im Keim erstickt.

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