IG Metall erwartet schwierige Gespräche über neue Jobs
VW-Projekt 5000 x 5000 wird neu verhandelt

huh BERLIN. Die Volkswagen AG und die IG Metall werden ab Montag einen zweiten Anlauf unternehmen, um die Ende Juni gescheiterten Verhandlungen über das Tarifmodell 5000 x 5000 doch noch zum Erfolg zu bringen. Das teilte gestern die Gewerkschaft in Hannover mit. IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine erwartet schwierige Tarifgespräche, die sich bis Herbst hinziehen könnten. Zwar habe VW in den seit knapp zwei Wochen laufenen Sondierungsgesprächen Kompromissbereitschaft signalisiert, sagte Meine dem Handelsblatt. Die Kuh sei aber noch nicht vom Eis.

VW will ab Oktober 2002 einen neuen Minivan in Wolfsburg produzieren und dafür 3 500 Arbeitslose einstellen. Weitere 1500 Jobs für Arbeitslose sollen in Hannover entstehen, wenn das Projekt eines neuen Microbusses realisiert wird. Die insgesamt 5000 neuen Beschäftigten sollen einen Einheitslohn von 5000 DM bekommen, daher der Name 5000 x 5000. Nach den bisherigen Plänen von VW soll die durchschnittliche Wochenarbeitszeit einschließlich Aus- und Fortbildung maximal 42,5 Wochenstunden betragen, je nach Auftragslage. Die IG Metall lehnt 5000 x 5000 bisher ab, da diese Regelungen schlechter sind als der Flächentarifvertrag. "Das ist für uns völlig undenkbar", sagte Meine, "ein Lohn auf Flächentarifniveau und eine durchschnittliche Arbeitszeit von 35 Wochenstunden sind Bedingung".

Der IG Metall-Verhandlungsleiter räumte ein, dass beide Seiten unter hohem Erfolgsdruck stünden. Vor knapp zwei Wochen hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) dem Autokonzern und der IG Metall das Versprechen abgerungen, sich zu einigen. VW hat bereits eine eigene Firma gegründet, die Auto 5000 GmbH, die den neuen Minivan produzieren soll. Die am Montag beginnenden Tarifverhandlungen werden zunächst nur für die dadurch entstehenden 3500 Arbeitsplätze in Wolfsburg geführt.

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