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IG Metall fordert zukunftsfähiges Konzept für Siemens in Bruchsal

Im Siemens-Werk in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) sollten die Arbeitsplätze aus Sicht der Arbeitnehmervertreter durch langfristig konkurrenzfähige Produkte gesichert werden. IG Metall und Betriebsrat forderten am Freitag ein "zukunftsfähiges Konzept".

dpa-afx BRUCHSAL/STUTTGART. Im Siemens-Werk in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) sollten die Arbeitsplätze aus Sicht der Arbeitnehmervertreter durch langfristig konkurrenzfähige Produkte gesichert werden. IG Metall und Betriebsrat forderten am Freitag ein "zukunftsfähiges Konzept".

In der Fertigung von elektronischen Wählsystemen seien die Arbeitsplätze von 300 Mitarbeitern in Gefahr. Es gebe Pläne des Unternehmens, diese Fertigung nach China zu verlagern. In Bruchsal sind 1 400 Mitarbeiter beschäftigt. Sie wollen einen Beitrag zur Standortsicherung leisten, sagte ein IG Metall-Sprecher.

Für eine solche Standortsicherung sei allerdings notwendig, dass Siemens eindeutig erklärt, was dort langfristig produziert werden soll. Auch die Gewerkschaft wisse, dass es sich in einigen Fertigungsbereichen in Bruchsal um "eine Auslaufproduktion" handele. Dennoch müsse festgestellt werden, dass die Produktion in Bruchsal derzeit in den schwarzen Zahlen arbeite.

Verhandlungen Werden Ende September Fortgesetzt

Das Unternehmen habe den Beschäftigten erklärt, dass im Falle von Einsparungen von 20 % bei den Mitarbeitern die Fertigung in Bruchsal bleiben könne. Die Verhandlungen zwischen der Unternehmensleitung, dem Betriebsrat und der IG Metall sollen am 29. September fortgesetzt werden. Vor drei Jahren hatte Siemens in Bruchsal noch 2 400 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Siemens AG wird im Werk Bruchsal zum Monats Ende 120 Mitarbeiter entlassen. Das hatten die Werksleitung und der Betriebsrat am Donnerstag bestätigt. Ein Gutachten des Saarbrücker Info-Instituts habe ergeben, dass das Kostenniveau der Fertigung von elektronischen Wählsystemen dort zu hoch sei.

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