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IG Metall: Preis für Arbeitsplatz-Absicherung bei VW noch viel zu hoch

Die Tarifverhandlungen beim Autokonzern VW sind am Dienstag einen wesentlichen Schritt vorangekommen.

dpa-afx HANNOVER. Die Tarifverhandlungen beim Autokonzern VW sind am Dienstag einen wesentlichen Schritt vorangekommen. VW sicherte nach Angaben von IG Metall-Verhandlungsführer Harmut Meine zu, einen Tarifvertrag zur Sicherung der rund 103 000 Arbeitsplätze in den sechs westdeutschen VW-Werken abzuschließen. Dies war die Kernforderung der Gewerkschaft. Meine schränkte aber ein, der Preis, den VW dafür verlange, sei aus Sicht der Gewerkschaft noch viel zu hoch. Die Verhandlungen wurden auf den 21. Oktober vertagt.

"Es hat ein Stück Bewegung gegeben. VW ist auf die IG Metall zugegangen", sagte Meine. Noch liege aber ein weiter Weg vor beiden Seiten, bis es zu einer Einigung kommen könne. "Es liegt noch eine schwierige Strecke vor uns", sagte Meine.

Die Gewerkschaft sei bereit, sich dem Thema Kostensenkung bei VW zu öffnen. Dabei werde es aber keinen Blankoscheck für den Konzern geben. Die IG Metall will erreichen, dass betriebsbedingte Kündigungen für eine bestimmte Zeit ausgeschlossen werden. Über den Zeitrahmen sei mit VW aber noch nicht verhandelt worden, sagte Meine.

VW-Verhandlungsführer Josef-Fidelis Senn hatte sich zum Auftakt der dritten Runde optimistisch gezeigt, dass es beim Kernstreit um Jobgarantien für die westdeutschen Beschäftigten Fortschritte geben könne. Zugleich machte Senn aber deutlich, dass dazu die von VW geforderte Kostensenkung nötig sei.

Auch die dritte Gesprächsrunde wurde von Protestaktionen begleitet. Knapp 4 000 VW-Auszubildende aus den sechs westdeutschen Werken demonstrierten in Hannover. Sie fordern vor allem, dass VW weiter die Übernahme aller Auszubildenden nach Ende der Lehrzeit garantiert. VW-Verhandlungsführer Senn kritisierte die Arbeitsniederlegungen, die vor Ende der Friedenspflicht am 28. Oktober illegal seien.

Die IG Metall verlangt neben Arbeitsplatzgarantien, die mit konkreten Produktionsentscheidungen abgesichert werden sollen, vier Prozent mehr Geld. Volkswagen will die Arbeitskosten bis 2011 um rund zwei Mrd. Euro oder 30 Prozent senken und angesichts der schwierigen Lage des Unternehmens eine zweijährige Nullrunde bei den Löhnen und Gehältern durchsetzen.

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