IG Metall sieht Teilerfolg
Arbeitszeitkürzung statt Stellenabbau bei Siemens

Im Streit um den Stellenabbau bei Siemens haben IG Metall und Betriebsrat nach eigener Einschätzung einen Teilerfolg errungen. 2300 Entlassungen bei der Netzwerksparte ICN am Standort München seien vorerst verhindert, teilte die IG Metall am Dienstag in München mit.

HB/dpa MÜNCHEN. Stattdessen würden nun voraussichtlich nur 1100 Arbeitsplätze abgebaut. Betriebsbedingte Kündigungen solle es dabei nicht geben. Ermöglicht werde der Kompromiss auch durch eine Arbeitszeitverkürzung um zweieinhalb Stunden.

Eine Siemens-Sprecherin sagte, die Verhandlungen liefen noch. "Wir sind aber auf einem guten Weg." Ende vergangener Woche hatten mehrere tausend Siemens-Mitarbeiter in deutschen Großstädten gegen den drastischen Stellenabbau bei Deutschlands größtem Elektrokonzern demonstriert. Siemens hatte seit Frühjahr 2001 schrittweise den Abbau von weltweit rund 35 000 Arbeitsplätzen angekündigt. Zuletzt war davon insbesondere der Standort München betroffen.

Laut IG Metall hatte Siemens ursprünglich für 2300 ICN-Mitarbeiter eine externe Beschäftigungsgesellschaft geplant. Diese Idee sei nun vom Tisch. Stattdessen werde eine eigenständige Einheit innerhalb des Unternehmens gegründet, in die maximal 1100 Arbeitnehmer für in der Regel bis zu 14 Monate versetzt werden. Dort erhalten sie bei "Kurzarbeit Null" 85 Prozent ihres bisherigen Nettogehalts. Bevor die Versetzungen stattfinden, erhalten alle Mitarbeiter am Standort ein Angebot, Siemens gegen eine Abfindung freiwillig zu verlassen.

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