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IG Metall: Siemens plant Trennung von Fahrleitungsbau

Der Technologiekonzern Siemens will sich nach IG-Metall-Angaben von seiner Fahrleitungsbau-Sparte trennen. Bei Siemens war bis Donnerstagmittag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Fahrleitungsbau gehört zum Bahntechnik-Bereich Transportation Systems (TS) der Siemens AG. Im Fahrleitungsbau sind an den Standorten Essen, Halle, Hannover, Karlsruhe und Leipzig nach Gewerkschaftsangaben rund 400 Menschen beschäftigt.

dpa-afx MÜNCHEN. Der Technologiekonzern Siemens will sich nach IG-Metall-Angaben von seiner Fahrleitungsbau-Sparte trennen. Bei Siemens war bis Donnerstagmittag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Fahrleitungsbau gehört zum Bahntechnik Transportation Systems-Bereich (TS) der Siemens AG. Im Fahrleitungsbau sind an den Standorten Essen, Halle, Hannover, Karlsruhe und Leipzig nach Gewerkschaftsangaben rund 400 Menschen beschäftigt.

TS steht derzeit wegen Problemen bei seinen fehlkonstruierten Straßenbahnen Combino unter Druck und musste rund 300 Mill. ? für Combino zurückstellen. Neben dem IT-Dienstleister Siemens Business Services (SBS) ist der Bahntechnik-Bereich der einzige der 13 Siemens-Geschäftsfelder, der im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal (Ende Juni) Verluste verbuchte. Der Siemens-Konzern hatte diesen Sommer mit längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich in zwei deutschen Handywerken eine bundesweite Diskussion über die 40-Stunden-Woche ins Rollen gebracht.

Ausgliederung

Wie die IG Metall am Donnerstag unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise meldete, soll die Fahrleitungsbau-Sparte zunächst ausgegliedert und dann "schön gemacht" werden über eine Senkung der Löhne, Gehälter und Spesen sowie mittels eines Personalabbaus. Anschließend solle ein Partner gesucht oder die Sparte verkauft werden. Der Siemens-Wirtschaftausschuss sei Anfang August über die Pläne nicht informiert worden.

Die Pläne mit dem Fahrleitungsbau werden Gewerkschaft zufolge damit begründet, dass die Sparte mit den Siemens-Kosten und-Umlagen nicht konkurrenzfähig sei. Die Konkurrenz sei zudem bei Löhnen und Spesen um etwa 1 000 ? pro Mitarbeiter billiger, habe die 40-Stunden-Woche und pauschale Spesensätze.

Die IG Metall teilte außerdem mit, dass die Verhandlungen zur Ausgliederung des Bremer A & D-Werkes mit seinen etwa 450 Mitarbeitern zum 1. Oktober nun abgeschlossen seien. Das Bremer Werk, dass noch zum Siemens-Automatisierungs-Bereich A & D (Automation and Drives) gehört, heißt ab Oktober mdexx Magnetronic Devices Gmbh & Co. KG.

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