IG Metall warnt: Bis zu 53000 Jobs weniger in den kommenden Jahren
Massiver Arbeitsplatzabbau im Kfz-Gewerbe befürchtet

Von den derzeit 532 000 Arbeitsplätzen im Kraftfahrzeuggewerbe könnten in den kommenden Jahren bis zu 53 000 Jobs verschwinden. Das befürchten die IG Metall und der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK).

ap FRANKFURT. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Dienstag in Frankfurt am Main sagte der stellvertretende IG-Metall-Chef Jürgen Peters, die Gewerkschaft sei sich mit dem ZDK einig, dass die fetten Jahre der Automobilbranche zumindest vorerst vorbei seien.

Die Neuzulassungen seien in den ersten fünf Monaten des Jahres 2000 um rund neun Prozent zurückgegangen. Kfz-Betriebe und Beschäftigte seien die Leidtragenden, wenn sich die Konjunktur weiterhin alleine auf den Export stütze. Die Verkaufsflächen stünden voll mit Gebrauchtwagen und den Käufern fehle das Geld, um neue Autos zu kaufen, hieß es in der gemeinsamen Presseerklärung weiter.

Peters wies auch darauf hin, dass der Druck der Autohersteller auf das Händlernetz wachse. Ähnlich wie bei den Zulieferern werde auch beim Vertrieb rationalisiert: Nachdem BMW die britische Tochter Rover verkauft habe, bangten 380 Händler um ihre Existenz. Mercedes-Benz streiche seine derzeit 239 Vertretungen auf 98 zusammen. Ebenso wollten Opel, Ford, VW und Audi den Vertrieb weiter rationalisieren.

Nach neuesten Berechnungen werde sich die Zahl der Haupthändler der großen Hersteller von heute 8 000 auf 3 500 im Jahr 2003 reduzieren, sagte Peters. Wenn die Kfz-Branche ihre Chancen nicht verspielen wolle, müsse sie auch neue Geschäftsfelder erschließen, neue Marketing-Methoden anwenden und neue Serviceideen umsetzen. IG Metall und ZDK hätten daher in einem Spitzengespräch eine engere Zusammenarbeit vereinbart.

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