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Ikea rechnet mit schwierigem Geschäftsjahr

Das schwedische Möbelunternehmen Ikea erwartet vor dem Hintergrund der allgemeinen Konjunkturschwäche ein schwieriges Geschäftsjahr 2001/2002 in Deutschland.

ddp.vwd WIESBADEN. Zwar rechne der Konzern mit einem leicht positiven Zuwachs. «Wir bereiten uns aber auf ein konservatives Szenario vor», sagte der Geschäftsführer von Ikea Deutschland, Werner Weber, am Mittwoch in Wiesbaden. Gründe seien neben der allgemeinen Wirtschaftslage auch die Folgen der Terroranschläge in den USA vom 11. September.

Das im August abgeschlossene Geschäftsjahr 2000/2001 wertete Weber «angesichts der Umstände» als ein insgesamt «gutes Jahr». Trotz des allgemeinen Einbruchs des Möbelmarktes ab Januar und Einbußen in den heißen Sommermonaten Juli und August stieg der Umsatz von Ikea Deutschland flächenbereinigt um 3,4 Prozent auf 4,2 Mrd. DM. Weltweit legten die Erlöse von 18,5 Mrd. DM im vorherigen Geschäftsjahr auf 20,34 Mrd. DM zu. Deutschland ist weiterhin Umsatzträger Nummer eins, obwohl der Anteil am Gesamtumsatz des Konzerns leicht von 22 auf 21 Prozent zurückging. Zum Ergebnis machte Weber keine Angaben.

Positiv entwickelten sich in Deutschland auch die Besucherzahlen, die nach Unternehmensangaben auf vergleichbarer Fläche gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent auf 58 Millionen stiegen. Allerdings sei bei den Ausgaben pro Kunde in den Ikea-Filialen ein rückläufiger Trend zu beobachten, berichtete Weber. So sei die durchschnittliche Summe auf den Ikea-Einkaufsbons gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent gesunken. «Der Kauftrend geht zu preiswerteren Produkten», sagte der Ikea-Chef.

Trotz des schwierigen Marktumfeldes will der schwedische Möbel-Riese auch in den kommenden Jahren kräftig in Deutschland investieren. So sind laut Weber im kommenden Jahr Neueröffnungen in Hamburg und Kiel sowie Erweiterungen der Häuser in Bielefeld und Braunschweig geplant, wofür Investitionen von rund 350 Millionen Mark vorgesehen seien. In den Jahren 2003 und 2004 würden dann insgesamt acht neue Möbelhäuser unter anderem in Berlin, München und Duisburg neu eröffnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden laut Ikea 220 Millionen Mark unter anderem in die Neueröffnung von Filialen in Dresden und Regensburg investiert.

Die Mitarbeiterzahl der bislang 27 deutschen Einrichtungshäuser stieg von rund 8.600 im vorherigen Jahr auf fast 9.000 Beschäftigte in 2000/2001. Auch im kommenden Geschäftsjahr wird die Zahl laut Weber schätzungsweise um 400 Vollzeitkräfte steigen. Weltweit beschäftigte Ikea Ende August 65.000 Mitarbeiter.

Das 1943 im schwedischen Älmhult gegründete Unternehmen eröffnete seine erste deutsche Filiale im Jahr 1974 bei München. Zum Ende des Geschäftsjahres gab es weltweit 143 Ikea-Möbelhäuser in 22 Ländern. Im Vorjahr gab es noch 157 Filialen.

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