Illegale Wettbüros zerschlagen
Wett-Syndikate planen Bestechung bei Fußball-WM

Vor Bestechungsversuchen durch einheimische Wettsyndikate haben die Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan alle teilnehmenden Mannschaften gewarnt.

sid KUALA LUMPUR. "Es wird zwar schwer sein, Spieler oder Schiedsrichter zu bestechen, aber man wird es versuchen", erklärte der Generalsekretär des Asiatischen Fußball-Verbandes (AFC), Peter Velappan.

In Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur mahnte der Funktionär alle Teams zur permanenten Wachsamkeit. In einem nie dagewesenen Ausmaß hätten die Organisatoren für den umfassenden Schutz der an der WM teilnehmenden Mannschaften gesorgt, doch die Manipulation von Fußballspielen sei ein fester Bestandteil des organisierten illegalen Glücksspiels in Asien.

Viele Millionen Dollar werden in Fernost jede Woche bei Wetten im englischen Fußball sowie in anderen europäischen Ligen umgesetzt. Anfang der 90er-Jahre war ein großes fernöstliches Syndikat in Korruptions-Ermittlungen in der englischen Premier League verwickelt.

Die Polizei in Hongkong zerschlug im Umfeld des aktuellen englischen Cupfinales drei illegale Wettbüros, nahm 21 Personen fest und beschlagnahmte umgerechnet 850 000 Euro. Während der Fußball-WM 1998 wurden in Hongkong 85 Personen festgenommen sowie etwa 60 Millionen Euro an illegalen Wetteinsätzen konfisziert. Die Entschlossenheit und der hohe Entwicklungsstand der Syndikate, so Velappan, seien nicht zu unterschätzen.

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