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Illegale Zuwanderer ums Leben gekommen

Bis zu 20 illegale Zuwanderer sind am Wochenende bei dem Versuch ums Leben kommen, Zuflucht in Europa zu finden. Vor der Küste Maltas ging am Sonntag ein Boot mit etwa zehn Flüchtlingen in schwerer See unter.

dpa ROM/LAS PALMAS/ATHEN/. Bis zu 20 illegale Zuwanderer sind am Wochenende bei dem Versuch ums Leben kommen, Zuflucht in Europa zu finden. Vor der Küste Maltas ging am Sonntag ein Boot mit etwa zehn Flüchtlingen in schwerer See unter.

Beim Untergang eines kleinen Bootes mit illegalen Zuwanderern aus Afrika sind vor der Kanaren- Insel Fuerteventura sieben Menschen ertrunken. Drei Menschen starben in einem Minenfeld an der griechisch-türkischen Grenz. Vor Malta suchten am Sonntag Hubschrauber der italienischen Küstenwache nach Überlebenden. An Bord des untergegangen Bootes befanden sich vermutlich zehn Personen aus Afrika. Der Besatzung sei es noch gelungen, rund zwölf Seemeilen südlich von Malta einen Notruf abzusetzen.

Das Unglück vor Fuerteventura ereignete sich nach Angaben der Behörden vom Samstag, als ein Schiff der Küstenwache das Boot aufgebracht hatte und die insgesamt 36 Insassen an Bord nehmen wollte. Mehrere von ihnen seien plötzlich aufgesprungen und hätten das Boot zum Kentern gebracht. Sieben Männer seien dabei ins Wasser gefallen und in den Fluten verschwunden. Wie viele andere Immigranten aus Afrika konnten auch sie nicht schwimmen.

Drei illegale Einwanderer kamen in der Nacht zum Samstag in einem Minenfeld an der griechisch-türkischen Grenze ums Leben. Damit stieg die Zahl der in diesen Minenfeldern seit 1990 ums Leben gekommenen Menschen auf 91. Athen und Ankara haben mehrmals ihre Absicht erklärt, die Minenfelder zu räumen.

Die griechische Küstenwache entdeckte am Sonntag im Mittelmeer zwischen der Halbinsel Peloponnes und Malta ein Schiff mit 120 illegalen Zuwanderern in schwerer See. Wie das griechische Staatsfernsehen (NET) unter Berufung auf die Küstenwache berichtete, wollten drei Kriegsschiffe aus Italien, Griechenland und Großbritannien dem Flüchtlingsschiff im Notfall Hilfe leisten. Ein anonymer Anrufer hatte die Behörden alarmiert und gesagt, der Kapitän des aus der Türkei kommenden Schiffs habe die Orientierung verloren.

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