Im Aufsichtsrat droht eine Kampfabstimmung
Arbeitnehmer wollen Bankgesellschaft-Chef Rupf stürzen

Der Vertrauenskonflikt um den Vorstandschef der Bankgesellschaft Berlin Wolfgang Rupf steuert auf eine Kampfabstimmung im Aufsichtsrat zu. Die Arbeitnehmerseite besteht darauf, dass über ihren Abwahlantrag am 16. Juli abgestimmt wird.

dpa BERLIN. Der stellvertretende Verdi-Landesbezirksvorsitzende Hartmut Friedrich, der dem Aufsichtsgremium angehört, sagte am Dienstag, es werde einkalkuliert, dass der Antrag keine Mehrheit finden könnte. Dennoch sei dann immerhin ein Zeichen gesetzt worden, dass die Belegschaft nicht mehr hinter Rupf stehe.

Für die Arbeitgeberseite, innerhalb derer der Senat, die Versicherungsgruppe Parion und die NordLB jeweils eigene Ziele verfolgten, gehe es nun um die "Probe aufs Exempel", sagte Friedrich. Da die Arbeitnehmer nur über die Hälfte der Sitze verfügten, sei ihr Antrag auf Zustimmung von dort angewiesen. Nach bisherigen Äußerungen lässt sich weder bei NordLB-Chef Manfred Bodin noch Parion-Chef Wolfgang Peiner von einer vorbehaltslosen Unterstützung Rupfs ausgehen. Auch Wirtschaftsvertreter im Aufsichtsgremium haben sich kritisch geäußert.

Die Bankgesellschaft benötigt 4 Milliarden DM, die das Land Berlin allein tragen muss, wenn mit den Minderheitaktionären Parion (7,5 Prozent) und NordLB (20 Prozent) keine Einigung erreicht werden sollte. Die Hauptversammlung ist für den 29. August vorgesehen. Um die Einladungen, in denen die Modalitäten der Kapitalerhöhung zu erläutern sind, rechtzeitig herausgeben zu können, muss bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung Klarheit über die Eigentümerpositionen geschaffen werden.

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