Im dritten Quartal
Commerzbank rutscht tief in die roten Zahlen

Die Commerzbank ist innerhalb eines Jahres zum zweiten Mal in die roten Zahlen gerutscht. Im dritten Quartal hat die Bank nach Steuern und Anteilen Dritter einen Verlust von 184 Mill. Euro nach einem Überschuss von 343 Mill. Euro im Vorjahresquartal erwirtschaftet.

Reuters FRANKFURT. Vor Steuern liege der Fehlbetrag bei 269 Mill. Euro nach einem Gewinn von 518 Mill. Euro. Analysten hatten im Durchschnitt einen Verlust nach Steuern und Fremdanteilen von 178,3 Mill. Euro prognostiziert. Beim Vorsteuerergebnis waren sie von einem Fehlbetrag von 259,7 Mill. Euro ausgegangen. Bereits im vierten Quartal 2000 hatte die Bank einen Verlust von 96 Mill. Euro erlitten.

Als Grund für das schwache Abschneiden nannte die Bank die anhaltende Börsenschwäche und eine konjunkturbedingte Aufstockung der Risikovorsorge. Im dritten Quartal sei die Risikovorsorge auf 242 (141) Mill. Euro aufgestockt worden, hieß es.

Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller bekräftigte jedoch die Absicht, für das Geschäftsjahr 2001 eine Dividende zahlen zu wollen. "Das Jahr 2001 wird aus heutiger Sicht - auch unter Berücksichtigung von Restrukturierungsrückstellungen - zumindest in der Commerzbank AG mit einem Ergebnis abschließen, das uns die Zahlung einer Dividende erlaubt", schreibt Müller im Zwischenbericht.

Bereits im Oktober hatte die Commerzbank bekannt gegeben, in den Monaten Juli und August einen Verlust von insgesamt 120 Mill. Euro erwirtschaftet zu haben. Das Haus will 3 400 seiner weltweit rund 40 000 Mitarbeiter entlassen um Kosten zu sparen.

Aus Finanzanlagen sei der Bank im dritten Quartal ein Verlust von 74 Mill. Euro nach einem Gewinn von 93 Mill. Euro im Vorjahresquartal entstanden, teilte das Geldhaus weiter mit. Das Handelsergebnis bezifferte die Bank für das dritte Quartal mit 83 (151) Mill. Euro. Die Verwaltungskosten bezifferte die Bank mit 1,459 (1,383) Mrd. Euro. In den ersten neun Monaten lag das Vorsteuerergebnis der Bank den Angaben zufolge bei 226 Mill. Euro nach 2,416 Mrd. im Vergleichsquartal. Der Gewinn nach Steuern und Fremdanteilen liege bei 78 Mill. Euro nach 1,438 Mrd. Euro.

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