Im Falle des Wahlsieges
SPD will an Wehrpflicht festhalten

Mit Blick auf Forderungen aus den Reihen der Grünen und der FDP nach einer Berufsarmee erwartet SPD-Fraktionschef Peter Struck aber Streit über dieses Thema bei möglichen Koalitionsverhandlungen

wiwo/ap/dpa BERLIN. SPD-Bundestagsfraktionschef Peter Struck hat klargestellt, dass seine Partei auch nach der Bundestagswahl an der Wehrpflicht festhalten werde. "Wir bleiben bei der Wehrpflicht, trotz anders lautender Stimmen auch in den eigenen Reihen", sagte er der "Braunschweiger Zeitung". In der Vergangenheit hatten verschiedene SPD-Politiker die Abschaffung der Wehrpflicht gefordert.

Mit Blick auf Forderungen aus den Reihen der Grünen und der FDP nach einer Berufsarmee erwarte er aber Streit über dieses Thema bei möglichen Koalitionsverhandlungen, sagte Struck. Er verwies darauf, dass auch die CDU an der Wehrpflicht festhalte. Für die nötige Grundgesetzänderung sei aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich.

Struck erwartet vor der Bundestagswahl "einen sehr harten Wahlkampf". Es werde zunehmend zur Polarisierung kommen, sagte er weiter. Schon bei der Zuwanderung sei die Union eindeutig auf Konfrontation ausgerichtet gewesen. Struck machte zugleich deutlich, dass die Grünen nicht mit einer "Leihstimmenkampagne" der SPD rechnen könnten. "Jeder kämpft für sich allein. Die Grünen müssen selbst für ihre Stimmen sorgen, Leihstimmen wird es nicht geben", sagte Struck.

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