Im Falle eines Amtsenthebungsverfahrens
Indonesischer Präsident droht mit landesweitem Aufstand

Der indonesische Präsident Abdurrahman Wahid hat vor einem landesweiten Volksaufstand gewarnt, falls das Parlament ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleite.

ap JAKARTA. In diesem Fall seien 400 000 Anhänger aus Java und Sumatra zu Protesten in der Hauptstadt Jakarta bereit, sagte Wahid am Donnerstag auf einer Konferenz. Das Parlament hatte Wahid Anfang Februar eine Rüge ausgesprochen, weil er mit zwei Bestechungsskandalen in Zusammenhang gebracht wird.

Beobachter erwarten, dass die Abgeordneten den Präsidenten in dieser Sache am 30. April zum zweiten Mal rügen und später ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleiten. Wahid hat alle Vorwürfe zurückgewiesen und bekräftigte am Donnerstag seine Absicht, bis zum Ende seiner Amtszeit im Jahr 2004 weiter zu regieren.

Wahid warf dem Parlament vor, gegen die Verfassung zu verstoßen, da der Präsident nur im Falle von Landesverrats abgesetzt werden könne. Nach den Straßenschlachten zwischen Anhängern und Gegnern des Präsidenten der vergangenen Wochen wächst in Indonesien die Furcht vor einer Eskalation der Gewalt, sollte sich die politische Krise weiter verschärfen.

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