Im Festnetzgeschäft geringer Verlust
MobilCom mit Gewinn im Mobilfunkbereich

Reuters FRANKFURT. Die am Neuen Markt gelistete Telefongesellschaft MobilCom erwirtschaftet nach Angaben von Vorstandschef Gerhard Schmid im Mobilfunksektor einen Gewinn. Im Festnetzgeschäft werde ein geringer Verlust ausgewiesen, sagte MobilCom-Chef Schmid der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Bei der MobilCom-Internet-Tochter Freenet fällt Schmid zufolge ein niedriger als von Analysten erwarteter Verlust an. Genaue Zahlen wollte er nicht nennen. Einen Medienbericht über finanzielle Probleme des Unternehmens, der nach Händleraussagen zu einem Kursrutsch geführt hatte, bezeichnete der MobilCom-Chef als "absoluten Unsinn".

Die MobilCom-Aktien waren Händlern zufolge am Mittwoch aufgrund von Spekulationen über Finanzprobleme der Telefongesellschaft zwischenzeitlich auf ein neues Jahrestief von 41,50 Euro gefallen. Bis zum späten Nachmittag erholten sich die Titel wieder etwas und lagen mit einem Minus von 13,15 % bei 43,60 Euro.

Nach Angaben von Schmid verfügt das Unternehmen über die volle Unterstützung der mit 28 % an MobilCom beteiligten France Telecom zur Finanzierung der UMTS-Investitionen. "Wir hatten immer die Unterstützung von France Telecom, deswegen macht es keinen Sinn über Liquiditätsprobleme zu reden." MobilCom hatte im August für mehr als 16 Mrd. DM eine Lizenz für den neuen Mobilfunkstandard UMTS ersteigert. "Die Finanzierung ist durch ein Bankenkonsortium von Merrill Lynch, Deutsche Bank, Societe Generale und ABN Amro gesichert", fügte Schmid hinzu.

Anteile an Büdelsdorfer Unternehmen aufgestockt

MobilCom-Chef Schmid sagte weiter, er habe den jüngsten Rückgang der Kurse am Neuen Marktes dazu genutzt um seine Anteile an dem Büdelsdorfer Unternehmen aufzustocken. In den vergangenen Wochen habe er auf dem Markt MobilCom-Aktien gekauft und seinen Anteil an der Telefongesellschaft auf mehr als 42 % von zuvor knapp 37 % erhöht.

MobilCom hatte nach Abschluss der Versteigerung der UMTS-Lizenzen eine Klage gegen das Verfahren der Lizenzvergabe eingereicht. Mit der Klage will das Unternehmen eine Rückerstattung seiner Lizenzgebühr von mehr als 16 Mrd. DM erreichen. Die Telefongesellschaft sieht in dem Auktionsverfahren einen rechtlich nicht gedeckten Akt und bemängelt zudem Verfahrensfehler.

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