Im Halbjahr
Comdirect schreibt tiefrote Zahlen

Die Online-Tochter der Commerzbank spürt die Börsenflaute. Die Folge: Die ausgeführten Orders gehen dramatisch zurück, der Provisionsüberschuss sinkt. Nun soll gehandelt werden.

rje FRANKFURT. Die Geschäftsentwicklung des href="http://www.comdirect.de" target="_blank"> Comdirect -Bank-Konzerns hat im ersten Halbjahr 2001 stark unter der anhaltenden Schwäche an den internationalen Aktienmärkten gelitten. Im Vergleich zum ersten Quartal 2001 gingen die ausgeführten Orders im 2. Quartal um 20 Prozent zurück. Im ersten Halbjahr lag die Zahl der abgewickelten Transaktionen bei 3,6 Mill.. Entsprechend habe sich der Provisionsüberschuss in den ersten sechs Monaten 2001 auf 52,4 Mill. Euro reduziert, teilte das im Auswahlindex Nemax 50 des Neuen Marktes gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. Im Vorjahr hatte die Tochter der Commerzbank mit 105 Mill. Euro ein mehr als doppelt so hohes Ergebnis erzielt.

Rote Zahlen im ersten Halbjahr

Der Online-Broker hat somit insgesamt im ersten Halbjahr 2001 einen hohen Verlust erwirtschaftet. Das Jahresergebnis habe sich auf minus 36,796 Mill. Euro nach plus 13,624 Mill. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum belaufen, teilte die Bank weiter mit.

Im ersten Quartal 2001 hatte die Commerzbank-Tochter bereits einen Verlust nach Steuern von minus 18,05 Mill. Euro eingefahren. Das Ergebnis je Aktie sank von 0,20 Euro auf minus 0,26 Euro. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in den ersten sechs Monaten insgesamt 53 582 Netto-Neukunden gewonnen.

Analysten hatten im Durchschnitt für das zweite Quartal 2001 einen Provisionsüberschuss von 22,31 Mill. Euro und einen Verlust nach Steuern von minus 21,79 Mill. Euro erwartet. Die Comdirect-Aktie verlor im Vormittagshandel rund 4,5 % und wurde mit einem Kurs von 8,35 Euro gehandelt.

Mögliches Aus für Auslandstöchter

Mit ihrem bereits im Mai vorgestellten Programm zur Kostensenkung will die Bank nun die Lage in den Griff bekommen. Ziel sei es, im laufenden Geschäftsjahr 20 Prozent des gesamten Kostenbudgets einzusparen. Hierfür würden alle Kostenblöcke intensiv überprüft. Dies habe bereits im zwieten Quartal zu Einsparungen bei den Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorquartal um 8 % geführt. Es sei zudem "theoretisch möglich", dass Comdirekt ihre Auslandstöchter schließen werde, meinte Vorstandschef´Bernt Weber am Mittwoch.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%