Im Handel ab 2. Juni:
Neues Web-Zahlungssystem geht an den Start

Mit einem neuen Zahlungskonzept will ein österreichisches Startup, die "Paysafecard AG", dem Bezahlen im Web zu mehr Verbreitung verhelfen. Nach erfolgreicher Testphase sind die ersten Prepaidkarten für Internet-Zahlungen im Handel verfügbar.

wab DÜSSELDORF. Start frei für ein neues Bezahlsystem im Internet: Ab 2. Juni soll die "Paysafecard" nach sechsmonatigem Testbetrieb erstmals an Kunden abgegeben werden. Dann sollen in mehr als 300 Shops des "Bertelsmann Buchklub" sowie in 27 Commerzbank-Shops die Wertkarten zum Preis von 50, 100 oder 200 Mark verfügbar sein. Gleichzeitig gehen zunächst 60 Akzeptanzstellen im Internet - vom virtuellen Spielwarenhändler bis zum Mobilfunk-Anbieter - mit dem Bezahlsystem in den Live-Betrieb. Für den weiteren Ausbau sowohl im Vertriebs- als auch im Anbieterbereich haben sich die Manager des aus Österreich stammenden Startups ehrgeizige Ziele gesetzt: "Bis August soll unser Produkt flächendeckend in Deutschland verfügbar sein", erklärt Athena Pawlatos, im Paysafecard-Team verantwortlich für Marketing. Vor allem Tankstellen und Lottoannahmestellen sollen dann als Verkaufsstellen tätig werden.

Bislang ist der Erfolg des neuen Konzepts allerdings noch offen: Keines der bisher vorhandenen Micropayment-Systeme konnte eine nennenswerte Verbreitung finden. Das Prepaid-Konzept ermöglicht erstmals ein überschaubares Risiko verbunden mit vollständiger Anonymität der Nutzer - eingebunden in ein einfaches Nutzungskonzept. Ebenso trifft die bevorstehende Einführung auf eine veränderte Situation vor allem bei inhaltsorientierten Anbietern im Netz. So hoffen besonders die "Content Provider" neben Werbeeinnahmen und Vertriebsprovisionen zukünftig auf Erlöse durch direkten Inhalteverkauf.

Trotz der günstigen Voraussetzungen im Marktumfeld wird für das Team um Paysafecard-Vorstandssprecher Dr. Armin Sageder die Umsetzung der Businesspläne nicht leicht: Mit dem Projekt "Micromoney" steht der erste Wettbewerber bereits fest. Unter diesem Namen will die "DeTeCardService GmbH" ab Herbst im Markt der Prepaidkarten fürs Web mitmischen. Neben der Zahlungsfunktion soll auch die Nutzung als Telefon-Prepaidkarte möglich sein.

Der Vertrieb soll parallel zu Telefonkarten über T-Punkte, Kioske, Tabak- oder Zeitschriftenläden sowie Postfilialen erfolgen. "Damit haben wir vom Start an mehr als 80.000 Vertriebsstellen in Deutschland", betont Christina Bugl, Marketingreferentin bei der Nürnberger Telekom-Tochtergesellschaft. Zur Anzahl der Akzeptanzstellen im Internet will sie noch keine Zahlen nennen, allerdings sind auf der Internetseite www.micromoney.de erste Partner bereits zu sehen. Der zeitliche Vorsprung des Wettbewerbers Paysafecard irritiert sie nicht: "Wir haben starke Partner sowie einen starken Vertrieb und machen uns daher keine Sorgen", so Christina Bugl.

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