Im Herbst gehen die Preise immer nach unten
Schnäppchenmarkt mit Auslaufmodellen und Gebrauchten

So löst der Mazda 6 den Vorgänger 626 ab, und beim Honda Accord steht ein Wechsel an. Im kommenden Frühjahr präsentiert Audi seine neue A3-Reihe.

ddp/vwd BONN. BMWs neuer 525 startet zwar erst im Herbst 2003. Doch die Folgen sind bereits spürbar. "Sobald die ersten Fotos der Nachfolger erscheinen, rutscht der Preis des noch aktuellen Modells in den Keller", schildert Helmut Blümer vom Zentralverband deutsches Kraftfahrzeugwerbe (ZDK) die Konsequenzen.

Doch nicht nur bei auslaufenden Modellen stehen Autokäufern in den nächsten Wochen Schnäppchenzeiten ins Haus. "Im Herbst gehen erfahrungsgemäß die Preise nach unten", weiß Antje Splittdorf vom Branchendienst Eurotax Schwacke. Zwar schrumpfen allmählich die Gebrauchtwagenlager wieder auf Normalmaß, doch den Händlern geht es deshalb nicht besser. Denn zwischen Flensburg und Friedrichshafen stehen immer noch knapp eine Million Gebrauchter "in Warteposition". Im Sommer 2001 waren es noch etwa 1,3 Millionen.

Händler lassen mit sich gerne über die Preise reden

"57 Prozent der Gebrauchten sind jünger als zwei Jahre", schildert Blümer die Misere des Handels. Diese Fahrzeuge binden gut 13 Mrd. Euro an Kapital. Bei solcher Belastung lässt wohl jeder Händler gerne mit sich über den Preis reden. "Schließlich sind die Zeiten vorbei, wo ein Auto nach 100 000 Kilometern seinen Geist aufgab; zwei Jahre sind heute nichts", sagt Blümer. Da hat er wohl Recht. Viele Hersteller versehen ihre Neufahrzeuge mit einer Drei-Jahres-Garantie. Aber auch ohne die muss der Händler im Schadensfall innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerb einspringen.

Junge Gebrauchte als echte Alternative zum Neuwagen

So werden die jungen Gebrauchten zu einer echten Alternative zum Neuwagen. Ein Mazda 626 Kombi beispielsweise, so errechnete das Fachblatt "Autozeitung", kostet nach drei Jahren nicht einmal mehr die Hälfte des Neupreises. Ein Audi A3 TDI verliert immerhin noch gut 30 Prozent dessen, was der Erstbesitzer 36 Monate zuvor bezahlen musste.

Wie viel man für einen jungen Gebrauchten oder aber ein Auslaufmodell aufwenden muss, hängt entscheidend vom Verhandlungsgeschick ab. Zunächst, empfiehlt Maximilian Maurer vom ADAC, sollte man sich einen Marktüberblick verschaffen. Sehr gut taugen dazu seiner Meinung nach die verschiedenen Gebrauchtwagenbörsen im Internet, etwa www.mobile.de oder www.autoscout24.de . Zum eigentlichen Kauf greift der ADAC-Mann aber lieber zur Tageszeitung. "Für normale Autos ist das wohl die beste Adresse, schließlich muss ich ja meinen Neuen auch probefahren."

Sind die Objekte der automobilen Begierde indes eher exotisch, dann hält Mauerer die Weiten des Web für bessere Weiden. Wird schließlich mit einem Händler über ein Auslaufmodell oder einen jungen Gebrauchten gesprochen, empfiehlt sich Augenmaß. Allen Thekentuscheleien zum Trotz, kaum ein Händler wird ohne besonderen Grund Rabatte über 15 Prozent bei einem Neuwagen einräumen, selbst wenn es sich um ein Auslaufmodell handelt. Möglich allerdings, dass der Händler noch ein, zwei Autos verkaufen muss, um in eine höhere Bonusstufe beim Hersteller zu gelangen und deshalb beim Preis weit entgegenkommt. "Doch das ist eher die Ausnahme", sagte Maurer. Statt sich beim Preis festzubeißen, legt der clevere Kunde Flexibilität an den Tag. Ein Satz Winterreifen als Draufgabe oder eine bessere Ausstattungsvariante sind schließlich auch schnell einige hundert Euro wert.

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