„Im Interesse des Landes“
Griechenlands Albtraum ist zu Ende

Die des Dopings verdächtigten Sprint-Stars Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou haben überraschend freiwillig auf einen Start in Athen verzichtet und sind damit einem möglichen Ausschluss durch das IOC zuvorgekommen. Der Albtraum für das Gastgeberland der Olympischen Spiele ist damit endlich zu Ende.

HB ATHEN. Durch die Abgabe ihrer Akkreditierungen am Mittwoch bei der Anhörung durch die Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entzogen sich die beiden Leichtathleten der IOC-Gerichtsbarkeit.

"Zwei Stars, zwei Helden einer Nation können nicht teilnehmen und werden ohne neue Untersuchungen zu künftigen Spielen nicht zugelassen", erklärte Francois Carrard, Rechtsberater der IOC - Kommission. Das Exekutivkomitee ließ aber in einer Erklärung keinen Zweifel daran, dass nach dem Stand der Ermittlungen der Ausschluss "die einzige mögliche Strafe" gewesen wäre. "Wir hätten gerne zu Ende ermittelt und waren auf ein Urteil vorbereitet", sagte Thomas Bach, Vorsitzender der IOC-Disziplinarkommission. "Wir haben alles getan, was rechtlich möglich war. Auch wenn Recht und Moral nicht immer eine Gleichung sind", stellte der IOC-Vizepräsident den Rückzug der beiden Athleten als Folge der entschiedenen Untersuchung durch das IOC dar.

Der Rückzug von Kenteris, Thanou und ihrem Trainer Christos Tzekos ist für Bach auch ein Erfolg der Unnachgiebigkeit: "Entscheidend war die Hartnäckigkeit des IOC, das Nachfragen und Sammeln von Beweismaterial. Es hat abschreckend gewirkt, dass wir uns nicht mit oberflächlichen Erklärungen zufrieden gaben." Sowohl Bach als auch Carrard bestritten, dass das IOC Druck auf die Athleten ausgeübt habe, sich zurückzuziehen.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF wurde aufgefordert, weitere Ermittlungen wegen der von den Sprintern versäumten Doping-Kontrollen anzustellen und mögliche Strafen zu verhängen. Die IAAF reagierte mit Zurückhaltung. "Wir wissen nicht, ob es sich um ein Ende dieser Geschichte handelt oder ob es eine Fortsetzung geben wird", sagte IAAF-Generalsekretär Istvan Gyulai.

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