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Im Irak entführte Polin fleht um Abzug polnischer Soldaten

Die am Donnerstag von islamischen Extremisten im Irak entführte Polin hat in einer Videoaufzeichnung um den Abzug der polnischen Truppen aus dem Irak gefleht.

dpa WARSCHAU. Die am Donnerstag von islamischen Extremisten im Irak entführte Polin hat in einer Videoaufzeichnung um den Abzug der polnischen Truppen aus dem Irak gefleht. In der vom Fernsehsender Al Dschasira verbreiteten Videobotschaft bat Teresa Brocz Khalifa die polnische Regierung, auf die Forderung der Entführer einzugehen.

Dies berichtete der polnische Nachrichtensender TVN 24 in der Nacht zum Sonntag. "Mein Leben ist in großer Gefahr", zitierte der polnische Rundfunk die Botschaft der 54-jährigen. "Das Einzige, das mich retten kann, ist das Eingehen auf die Forderungen."

Der polnische Außenminister Wlodzimierz Cimoszewicz sagte am Samstagabend vor Journalisten in Warschau, es gebe eine intensive Zusammenarbeit mit den irakischen Behörden, er könne aber nicht über die Einzelheiten sprechen. Cimoszewicz wollte nicht polnische Medienberichte kommentieren, nach denen das Entführungsopfer in der Vergangenheit mit den Sicherheitsbehörden im Irak zusammengearbeitet habe.

Die seit mehr als 25 Jahren im Irak lebende und mit einem Iraker verheiratete Frau besitzt die polnische und die irakische Staatsbürgerschaft. Die Entführer wollen den Abzug der rund 2 500 polnischen Soldaten aus dem Irak erzwingen. Ministerpräsident Marek Belka hatte bereits angekündigt, dieser Forderung nicht nachgeben zu wollen.

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